„Allerliebste Schwester“ von Wiebke Lorenz

„Allerliebste Schwester“ von Wiebke Lorenz

Klapptext:

Ein atmosphärisch dichter Roman über die Rivalität zweier Schwestern und den Kampf einer Frau um die eigene Identität.
Drei Jahre ist es her, dass Eva ihre Zwillingsschwester verlor, unter Umständen, die nie ganz aufgeklärt worden sind. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt. Doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor, und als sie eine Totgeburt erleidet, empfindet sie diese als Strafe dafür.
Während ihr Mann diese Tragödie als bloßes Malheur behandelt, wird Eva davon aus der Bahn geworfen. Sie flüchtet sich in Erinnerungen an die vermeintlich glückliche Kindheit mit ihrer Zwillingsschwester. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tagträumen und sagt ihr, was sie zu tun oder zu lassen habe. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, wo sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen und glaubt, dass er ihr helfen kann, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen.
In einem eindringlichen und suggestiven Tonfall und mit unwiderstehlicher Spannung zieht Wiebke Lorenz den Leser in den Strudel einer Familiengeschichte voller Obsessionen und Geheimnisse.

Meine Rezension:

Bereits der Anfang der Geschichte ist unendlich traurig und melancholisch, doch gleichzeitig faszinierend fesselnd. Nimmt mich gefangen und lässt mich nicht mehr los. Eigentlich möchte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. 

Durch den sehr flüssigen Erzählstil, gleitet man unmerklich von einem Kapitel zum anderen immer auf der Suche nach der Wahrheit, um endlich das Geheimnis um Marlenes Tod aufzudecken. Die Autorin versteht es exzellent die Spannung um dieses Geheimnis bis zu den letzten Seiten aufrecht zu halten. Sie schildert ein Familiendrama, welches obwohl reine Fiktion, sich genau so in der realen Welt zutragen könnte. Und gerade das macht die Geschichte so glaubwürdig. Als Leser ist man bewegt von Evas Schicksal man leidet mit ihr, spürt ihren Schmerz und die große Trauer.

Fazit:

Ein sehr berührender Roman mit viel Tiefgang, der zum Nachdenken anregt. Ein Roman den man nicht einfach so aus der Hand legt um zur Tagesordnung über zu gehen.

4 von 5 Sternen

© Catherine Oertel

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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