Saugfest von Steffi von Wolff

Klapptext:

Lachen sie sich Untot!

Helene, 29, Taxifahrerin aus Hamburg, soll spät nachts an einem abgelegenen Ort Fahrgäste abholen. In einem düsteren Kellergeschoss torkeln leichenblasse Gestalten herum, und ein geheimnisvoller Mann mit einer Stimme wie Zedernholz erwartet sie. Helene ist fasziniert von ihm – aber wer sind diese Leute, die nie das Tageslicht sehen und sich einseitig ernähren?

Meine Rezension:

Der erste Satz vom Klapptext – Lachen sie sich Untot! – dazu ein ansprechendes Cover und der Titel des Buches Saugfest, lassen mich auf einen schönen nicht ganz ernst zu nehmenden Vampirroman hoffen.

Das was mich dann allerdings erwartete, war so ganz anders und speziell, dass es mir schwer fällt den Roman zu rezensieren.

Fairerweise muss ich sagen, es gibt tatsächlich Abschnitte in dem Buch über die ich schmunzeln musste. Hauptsächlich sind es die Passagen mit dem saarländischen Dialekt. Das war’s dann aber auch an positiven Eindrücken.

Die Geschichte an sich konnte mich nicht überzeugen. Nach einem einigermaßen nachvollziehbaren Anfang wurde alles sehr verworren und ich fragte mich mehr als einmal: Wo soll das hinführen?

Die Hauptfigur, Helene, ist mir nicht direkt unsympathisch, jedoch empfinde ich sie als nervig, sie spricht mich einfach nicht an. Ihr Lebensmotto lautet: Geh mit schlechter Laune durchs Leben und lass diese an deinen Mitmenschen aus. Wer Helene als Freundin hat, der braucht keine Feinde mehr. Sie ist zynisch, selbstverliebt, bissig, das Chaos in Person und schreckt nicht einmal davor zurück die Hochzeit ihrer besten Freundin zu ruinieren. Dabei stört mich nicht einmal so sehr ihre schroffe Art als vier mehr ihre verbalen Äußerungen, die für meinen Geschmack zu oft unter die Gürtellinie gehen.  Das empfinde ich als unnötig, zu überzogen und eigentlich schade um die Geschichte, denn das nimmt mir definitiv die Lust am weiter lesen.  Und so quäle ich mich inhaltlich über die Seiten. Ich fühle mich von diesem gewollt provozierenden Humor überfordert und kann dem keine Freude abgewinnen.

Endlich, ich habe die letzten Seiten erreicht. – Es klärt sich alles auf. – Ich bin am aufatmen, dass die vergangenen Kapitel nicht wirklich, als ernst zu nehmend stehen bleiben und am Ende alles, nichts weiter, als eine riesige Scharade ist.

Fazit: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!

Ob man das Buch mag, vor allem den sehr schrägen Humor der Autorin,  muss jeder für sich selbst entscheiden.  Ich weiß nach dieser Lektüre hundertprozentig, dass das nicht mein Genre ist. Aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass eingefleischte Comedy-Fans das Buch mögen.

1 von 5 Sternen

© Catherine Oertel

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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