„Verrückt nach einer Vampirin“ von Barbara Monajem

 „Ich weiß, dass es altmodisch ist, aber tief in meinem Herzen wünsche ich mir jemanden, der mich liebt – mich und meine Reißzähne.“

Meine Rezension:

Was mir als Erstes ins Auge springt ist das ansprechend gestaltete Cover des Buches. Sowie die Tulpenmotive  an den jeweiligen Kapitelanfängen.

Die Geschichte liest sich leicht und flüssig. Die Autorin präsentiert einen etwas anderen Ansatz zum Thema Vampire. Kein schnelles verwandeln durch einen Biss, sondern ein genetischer Defekt, welcher sich nur auf die weibliche Blutlinie vererbt.  Auch Tageslicht, sonnengebräunte Haut und reichlicher  Genuss von Essen sind kein Problem.

Die Protagonistin Ophelia – Landschaftsgärtnerin und Vampirin – ist eine interessante aber auch sehr nervige Person.  Anfangs widerspenstig, beinahe kratzbürstig,  lässt ihr Verhalten, Männern gegenüber, sehr zu wünschen übrig. Doch schon bald wird klar, dass ihr Benehmen nicht nur mit ihrer extrem starken Anziehungskraft  auf das andere Geschlecht zu tun hat. Männer mutieren in ihrer Näher, zu liebestollen Trotteln. Ophelia‘s männerfeindliche  Art dient demnach nur dazu, sich dieselben vom Hals zu halten.  Doch es gibt noch einen anderen Grund, der sie in der Auffassung bestärkt, mit dem Thema Mann, ein für alle Mal durch zu sein. Da tritt der attraktive Detective Gideon O’Toole in ihr Leben und sie fühlt sich auf Anhieb zu ihm hingezogen.

Was anfänglich so harmlos mit einem verwüsteten Garten begann, bekommt mit der toten Katze eine ernste Note und entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer handfesten Erpressung. Deren Opfer sowohl Gideons Schwester Artemisia, deren Freundin Andrea als auch Ophelia und ihr Nachbar sind. Eine Falle für den Erpresser wird aufgebaut, doch diese geht, wie zu erwarten war, nach hinten los.  Denn nun steht Ophelia unter Mordverdacht, wurde doch ausgerechnet auf der Ladefläche ihres Tracks die Leiche des vermutlichen Erpressers gefunden.

Die Geschichte plätschert so dahin, gespickt von endlosen Gesprächen über Sex. Das Thema Sex scheint der Autorin sehr am Herzen zu liegen, wird jedoch im wahrsten Sinne des Wortes „zerredet“. Stellenweise war ich dermaßen genervt davon, dass ich nur noch dachte: <Herr Gott, nun spring endlich mit ihm in die Kiste damit es ruh hat und die Geschichte sich weiterentwickeln kann.>

Was mir hingegen gefällt und das Buch sympathisch macht, sind die Nebencharaktere. Wie zum Beispiel Ophelia‘s  Nichte Zelda. Sie ist erfrischend ehrlich und spontan.  Mit ihren Kommentaren bringt sie es auf den Punkt. Köstlich die Frage: „Sind sie schwul?“ Ich mag solche kleinen Spitzfindigkeiten.  Auch sonst ist Zelda sehr kreativ und in ihrer Art einfach süß.

Fazit:

Trotz eines stellenweise sehr vorhersehbaren Handlungsablaufes, hat mich dieses Gesamtpaket aus Krimi-, Vampir- und Liebesroman,  zwar inhaltlich nicht voll überzeugen können, aber dennoch im Großen und Ganzen gut unterhalten.

Ich bewerte das Buch mit: Gut – 3 Sterne

© Catherine Oertel

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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Eine Antwort zu „Verrückt nach einer Vampirin“ von Barbara Monajem

  1. Soleil schreibt:

    Ich lese das Buch gerade und überlege auf Seite 100 ob ich es abbrechen soll.

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