„Dämonengold“ von Stephan Russbült

Mysteriöse Morde geschehen in dem beschaulichen Städtchen Brisenburg.  Eine rätselhafte Prophezeiung  wartet auf ihre Erfüllung und ein Dämonenfürst wünscht sich nichts mehr, als in sein Reich heimzukehren.

Mit viel Witz und schwarzem Humor erzählt  der Autor die Geschichte des Dämons Baaszlabeth – Herr der Verwüstung und Zerstörer von Welten – welcher eines Tages von dem alten Zauberer Nemrothar  heraufbeschworen wird.  Gebunden durch  die Macht der Magie muss Baaszlabeth  dem Ruf des Zauberers folgen und ihm zu Diensten sein.

Nemrothar weiß, ist des Dämons Auftrag erfüllt,  ist sein eigenes Leben verwirkt, denn einen Dämon zu beschwören hat seinen Preis. Deshalb stellt er Baaszlabeth eine ganz besondere Aufgabe.  Er soll 5000 Goldstücke auf ehrliche Art und Weise verdienen. Erst dann ist er erlöst und es steht ihm frei in seine Welt zurückzukehren.

Ausgestattet mit einer magischen Holztruhe macht der Dämon sich – in Menschengestalt – daran die Aufgabe zu erfüllen.  Doch so einfach wie er sich das vorgestellt hat, ist es bei weitem nicht. Denn sind die Goldstücke nicht redlich verdient, füllen sie die Truhe nicht, sondern lösen sich vor seinen Augen in Luft auf.

Als Dämon unter Menschen hat Baaszlabeth es wahrlich nicht leicht. Nichts ist in der Menschenwelt so wie es erscheint.  Selbst ganz banale Dinge wie die Bestellung des Abendmahls gestalten sich schwierig. Ihn dürstet nach knusprig gebratenem Menschlein am Spieß. Er ahnt, das „Strammer Hans“ und „Bauernpfanne“ die auf der Speisekarte angepriesen werden, nicht das enthalten was ihr Name verspricht und so entscheidet er sich ganz spontan für  „Artischockenherzen“.

Diese und andere Kleinigkeiten machen Baaszlabeth äußerst sympathisch. Es ist herrlich wie er von einem Schlamassel ins andere tappt, dabei stets bemüht die ihm gestellte Aufgabe zu erfüllen, alle Regeln einzuhalten  und keine oder besser gesagt möglichst keine Menschen zu töten.

Witzige Dialoge und gut ausgearbeitete Nebencharaktere vervollständigen das Bild und machen diesen Roman zu einem wahren Lesevergnügen.

Fazit: Hier mixt sich Fantasy mit schwarzem Humor.  Daumen hoch! – Für einen spannenden, abwechslungsreichen, dabei sehr amüsant und erfrischend anders geschriebenen Roman.

© Catherine Oertel

Ich bedanke mich herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Über Autorin-Catherine-Oertel

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