Mord im Schloss

Es begann alles ganz harmlos mit einer Anzeige in unserer Tageszeitung. Sie war nicht besonders groß und doch zog sie meinen Blick magisch an.

„Mordshunger“  Eine mörderische Mitmachkrimi-Komödie mit 4-Gänge-Menü am Tatort.   Das hörte sich interessant an. Ich war noch nie bei einem Mörderdinner, hatte aber bereits das ein oder andere davon gehört und insgeheimen wollte ich schon immer einmal an so einer Veranstaltung teilnehmen.

Dass ich die Anzeige entdeckte, war für mich wie ein Wink des Schicksals, zumal sich der Tatort ganz in unserer Nähe befand – im  Schloss Café   auf Schloss Tenneberg  – Im Nachbarort, um genau zu sein.

Gemeinsam mit meinen Mann und ein paar Freunden beschlossen wir uns dem Mörderdinner zu stellen. So weit so gut. Ich rief im Schloss Café an und reservierte uns die Karten. Pro Person kostete die Teilnahme 49,00 Euro, welche ein 4-Gänge-Menü  inklusive Show Akt beinhaltete. Getränke gingen extra.

Pünktlich trafen wir am Schloss Tenneberg ein. Es war bereits dunkel und so konnte die nächtliche Atmosphäre in vollem Umfang auf uns wirkten und zünftig auf den Abend einstimmen. Wir waren schon sehr gespannt, denn keiner von uns wusste, was genau uns bei einem Mörderdinner erwarten würde.

Kaum hatten wir den Raum betreten, da wurde ich von der Regieassistentin angesprochen und als Reporterin für den Moolvie Star rekrutiert. Hämisches Gelächter von meinem Mann und unseren Freunden inklusive. Hahaha…  Klar hätte ich ablehnen können, schließlich wird man zu keiner Zeit gezwungen die Rolle des Zuschauers aufzugeben, aber wenn man sich entschließt bei dem Spiel aktiv mitzuwirken, erlebt man einen einmaligen unvergesslichen Abend. Also sagte ich zu.

Ich bekam einen Fragebogen ausgehändigt, mit den Fragen, die ich als Reporterin des Moolvie Stars dem Regisseur Herrn Spülwörg  im Laufe der Geschichte stellen sollte.

„Mord beim Film“ lautete das Motto. Entsprechend war die
Tischdekoration ausgerichtet und eine Regieanweisung  lag auf jedem Platz.

Zur Begrüßung wurde ein Glas Sekt  gereicht, gefolgt von einem kleinen Gruß aus der Küche, Tomate – Mozzarella mit Basilikum garniert und angerichtet mit dunklem
Balsamicoessig.

 

 

Die weitere Menüfolge des Abends:

Currycremesüppchen

Kleiner Salatteller mit gerösteten Mandelsplittern

Feiner Rinderfiletbraten an Burgundersauce dazu Mandelbällchen und Spargoli mit Möhren

Mascarponecreme auf Himbeerfruchtspiegel

Doch zuerst zwischen dem kleinen Gruß aus der Küche und dem Currycremesüppchen hatte ich meinen Auftritt als Reporterin des Moolvie Star.

Bei meiner Gastrolle lief alles glatt. Mein Mann versuchte den Auftritt per Video für die Nachwelt festzuhalten, doch unsere Kamera gab kurzfristig den Geist auf. Die Speicherkarte war voll. Grrr…

Zwischen den einzelnen Gängen wurde uns sehr unterhaltsam, von den Darstellern der Gruppe Balathe, der Mord serviert.

Auch mein Mann bekam einen Gastauftritt, er wurde ausgewählt einen Shaolin-Mönch zu mimen.

Vor dem Dessert war es dann so weit, der kriminalistische Spürsinn jedes einzelnen war gefragt. „Wer ist der Mörder?“, lautete die Frage, die wir auf einem Zettel mit unserem Namen notieren sollten, bevor die große Auflösung im letzten Akt erfolgte.

Fazit:

Ein Mörderdinner vereint ein exzellentes Abendessen, in ansprechendem Ambiente, mit vergnüglicher  Unterhaltung. Wer also einmal einen etwas anderen Abend erleben möchte und sich nicht scheut selbst als Darsteller mitzuwirken, ist beim Mörderdinner goldrichtig. Uns hat es großen Spaß gemacht und es war definitiv ein sehr gelungener und amüsanter Abend, den wir zu gegebener Zeit gern wiederholen würden.

© Catherine Oertel

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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