„Dämonenzeit“ von Stephan Russbült

Covertext:

Einen Dämon zu beschwören ist gefährlich. Ihn in einer Stadt einzupferchen ist keine gute Idee. Es sei denn, man wartet auf das Ende der Welt. Mein Name ist Baazlabeth. Ich bin ein Kriegerdämon und nicht ganz freiwillig hier in dieser komischen Stadt. Angeblich spiele ich eine Rolle in einer uralten Prophezeiung. Im Kampf Gut gegen Böse. Aber gerade läuft alles schief. Ich denke, es ist das Beste, wenn ihr dieses merkwürdige Schriftstück in euren Händen umdreht und aufschlagt. Lest ein paar Zeilen. Lernt meine Geschichte kennen.

Meine Rezension:

„Ich bin Baazlabeth.  Ich bin ein Kriegerdämon. Und im Moment bin ich ziemlich sauer…“

…denn ich habe eine Prophezeiung zu erfüllen. Doch mit diesen Prophezeiungen, ist das so ein Ding. Sie sind ungenau und schlüpfrig. Und zu meinem Leidwesen auch noch unvollständig.  Ich bemühe mich redlich diese Welt ins Chaos zu stürzen, doch meinen Mitstreitern gelingt es immer wieder mir Steine in den Weg zu legen. Wäre da nicht Meister Dumpfs Hauswein ich würde den Tag nicht unbeschadet überstehen. Ich bin umgeben von Stümpern und Taugenichtsen. Nicht einmal eine Sterbeszene bekommen sie richtig hin. Andererseits bin ich immer bereit ihnen mit Rat und Tat dabei zur Seite zu stehen. Ich bin ausgesprochen gut darin Menschlein über die Klinge springen zu lassen. Die von mir inszenierten Aufführungen in meinem Theater wirken dementsprechend realistisch, wenn mir auch ab und an die Statisten ausgehen. Als Dämon unter Menschen führe ich ein gutes Leben, nur mit dem Weltuntergang will es einfach nicht klappen…

„Dämonenzeit“ ist der Folgeroman von „Dämonengold“ und schließt inhaltlich direkt an die Ereignisse in Brisenburg an.  Alte, lieb gewonnene Bekannte treffen auf neue gut ausgearbeitete Charaktere.  Ganz besonders freut es mich Baazlabeth Diener, den Homunkulus in Katzengestalt – Igniphascellanius den Dritten – von ihm liebevoll als Gewölle bezeichnet, wiederzutreffen.  Ich liebe das Geplänkel zwischen den beiden, mit ihrem Wortwitz und Spitzfindigkeiten  schaffen sie es immer wieder mich zum Lachen zu bringen.

Der Autor,  versteht es den Spannungsbogen bis zum Ende des Romans aufrecht zu halten. Gekonnt gibt er den Geschehnissen hier und da eine neue Wendung und schon hat er mich/den Leser auf eine falsche Fährte gelockt.

Fazit: Die Mixtur aus Fantasy und schwarzem Humor gefällt und kommt gut an.  Die amüsant witzigen Dialoge und der äußerst sympathische Dämon erhöhen den Spaßfaktor und machen den Roman zu einem einzigartigen Lesevergnügen.

Tipp:  „Dämonengold“ vorher zu lesen, ist zwar nicht dringend erforderlich, aber erhöht definitiv den Lesespaß.

© Catherine Oertel

Ich bedanke mich herzlich beim Bastei Lübbe Verlag für das Rezensionsexemplar!

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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4 Antworten zu „Dämonenzeit“ von Stephan Russbült

  1. Jan schreibt:

    Der like Button wuerde sich gut im Blog machen, oder habe ich ihn uebersehen?

  2. Hallo Jan!

    Der Like Butten schließt direkt an den Artikel an.

    LG Catherine

  3. Pingback: Bücherpost vom Lübbe-Verlag | Autorin-Catherine-Oertel's Blog

  4. Hallo Catherine,
    ich habe den ersten Teil gelesen ( Leserunde bei L) und bin jetzt auf teil Zwei besonders gespannt nachdem ich deine Rezi gelesen habe. Also wieder ein Buch auf die Wunschliste 😉
    Liebe Grüße Andrea ( Goldbaerchen)

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