Getestet – E-Book Reader – Teufelswerk oder geniale Technik?

Ich verfolge nun schon seit einiger Zeit den Zwiespalt der Leserschaft, wenn es darum geht: Buch oder E-Book?

Und immer öfter stelle ich mir die Frage: „Was ist dran am E-Book?  Wird es langfristig das Buch aus Papier vollkommen ersetzen?“ Der Trend scheint dahin zu gehen, selbst die Bibliotheken rüsten um und bieten E-Books zum Online ausleihen an.

Trotzdem, wenn man mich vor ein paar Wochen gefragt hätte: „Brauchst du ein E-Book oder einen E-Book-Reader?“ Hätte ich ohne zu zögern geantwortet: „Nein! – Brauch ich nicht!“ – Ein Buch in den Händen zu halten, den Duft des Papieres zu inhalieren, die frische Druckerschwärze, das rascheln des Papiers beim Umblättern, über den Einband zu streichen und mich an dem schönen Cover zu erfreuen, darauf kann und will ich nicht verzichten.

Doch dann bekam ich die Möglichkeit einen E-Book Reader auszutesten.

Heute 4  Wochen später müsste die Schlagzeile lauten: <Testperson ist dem E-Book Reader verfallen!> Ein Fakt den ich nie für möglich gehalten hätte. Ich war der Papierbuchverfechter in Person. Bücher die einmal die Schwelle des Hauses überschritten hatten verließen es nie wieder. Ich war der Fels in der Brandung, der die Arme um seine Schätzchen ausbreitete und sie liebevoll hütete. Ich würde nie abtrünnig werden. – Irrtum! –  Je länger ich den Reader austestete je mehr wuchs er mir ans Herz.

Klein und handlich passt er in jede Handtasche und bietet immer und überall genügend Lesestoff an. Vorausgesetzt der Akku ist nicht gerade leer. Dafür brauch ich aber auch nicht mehr Kiloweise Papier mit mir rumzuschleppen. Ebenfalls sehr angenehm ist die 5-fach einstellbare Schriftgröße plus Lupenfunktion. Für die Jugend ist das nicht wichtig, aber wenn man in ein bestimmtes Alter kommt in dem die Augen langsam nachlassen, dann ist man für solch kleine Annehmlichkeiten sehr dankbar. Das beleuchtete Display (gilt nur für TrekStor),  lässt sich gut lesen und ich empfinde es als sehr wohltuend, vor allem wenn es etwas dunkler in Räumen ist oder nachts im Bett. Lesen ohne zusätzliches Licht – kein Problem.  Da klappt‘s auch mit dem Partner. Er kann Seelig neben mir schlummern während ich noch lese.

Spätestens, als ich den Reader wieder seiner Besitzerin zurückgeben musste, da stand für mich fest: Ja – Ich brauche so ein Teil. Blieb nur die Frage: Welcher soll es denn sein? Die Auswahl ist groß und am Ende muss jeder für sich selbst entscheiden welcher Reader für ihn der passende ist. Bei der Kaufentscheidung spielen viele Faktoren mit rein: Zum einen das Preis/Leistungsverhältnis und natürlich der individuelle Gebrauch. Was ist mir wichtig? Das reine Lesevergnügen oder doch lieber ein kleiner Allrounder?

Getestet hatte ich den TrekStor 3.0 – Reader von Weltbild. Aber es gab ja auch noch die Konkurrenz wie zum Beispiel den Reader von Kindel oder den von Sony die ich mir mit meinen inzwischen gesammelten Erfahrungswerten nun etwas genauer ansah. Der Sony-Reader in Rot, sprach mich optisch sehr an und lieferte sich mit dem TrekStor 3.0 ein hartes Duell. Der Kindel ist rein zum Lesen gedacht und schied deshalb für mich aus.

Ich habe mich für den Reader TrekStor 3.0  von Weltbild entschieden. Nicht nur, weil ich mich auf Anhieb in ihn verliebt hatte, sondern weil er für meine Bedürfnisse einfach das optimale Ergebnis erzielte. Denn ich will alles: Lesen, einen günstigen Preis, Hörbücher hören, meinen Freunden Fotos zeigen sowie ein Buch lesen und nebenbei MP3 hören. Und ich lege großen Wert auf die Speichererweiterung. Schade das die beim Kindel nicht mit angeboten wird, sonst… ja wer weiß… wäre mir die Entscheidung bestimmt noch schwerer gefallen.

Im Preis/Leistungsverhältnis ist der TrekStor 3.0 meiner Meinung nach unschlagbar. Für einen Preis von 59,99 Euro (zum Vergleich Preis Kindel ab 99,00 Euro, Preis Sony 149,00 Euro), bekommt man gleich „Drei“ Geräte in einem.

  1. E-Book Reader
  2. Einen MP3 Spieler zum Musik hören während des Lesens, auch zum Anhören von Hörbüchern bestens geeignet. Kopfhörer sind bereits im Lieferumfang enthalten.
  3. Eine mobile Bildergalerie

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten ist das USB Kabel.

Als nützliches Zubehör empfehle  ich den Netzadapter für 9,99 Euro zu erwerben. So ist man unabhängig vom PC und kann immer und überall den Akku aufladen. Die Ladezeit des Akkus beträgt 4 Stunden. Die Akkulaufzeit ist mit 8 Std. dauerlesen angegeben.

Der integrierte 2 GB Speicher bietet viel Platz für E-Books und die Möglichkeit der Speichererweiterung mit einer Micro-SD Karte auf 32 GB bietet auch für Hörbuchdateien und Bilder ausreichend Speicherplatz.

Laut Beschreibung soll nach 5 bis 10-maligem Aufladen die volle Akkulaufzeit erreicht werden. Nach dem zweiten aufladen habe ich bereits die angegebenen 8 Std. Lesezeit erreicht. Wenn man die Helligkeit im Display etwas reduziert, von voreingestellten 50% auf 30 oder 40% kann man die Akkulaufzeit noch etwas verlängern.

Ja ich weiß 8 Stunden Lesezeit beim TrekStor 3.0 hören sich nicht viel an. Im Vergleich dazu der Kindel lt. Produktbeschreibung – [Ein vollgeladener Akku hält bei ausgeschalteter WLAN-Funktion bis zu einem Monat, wenn Sie täglich bis zu einer halben Stunde lesen. Mit dauerhaft eingeschalteter WLAN-Funktion hält er bis zu 3 Wochen.] Quelle: Amazon.de

Wenn ich das Mal so für mich übersetzen darf, ein Monat sind ca. 30 Tage je eine halbe Stunde lesen = 15 Stunden bzw. 3 Wochen sind 21 Tage = 10,5 Stunden (bei eingeschalteter WLAN-Funktion) Akkulaufzeit für den Kindel.

Hm… der Akku vom TrekStor 3.0 ist zwar nicht ganz so stark wie der vom Kindel, aber so riesig ist der Unterschied 8 Std. zu 10,5/15 Std. nun auch nicht.  Immerhin hat er mir mit einer Aufladung 20 Stunden Hörbuch hören ermöglicht.

Umgeblättert wird per Knopfdruck, es gibt kein Touchscreen und keine WLAN-Funktion (wie beim Kindel oder Sony). E-Books spielt man per PC auf.

Fazit: Alles in allem ist der TrekStor 3.0 vom Preis/Leistungsverhältnis sehr solide. Es werden sogar die Kopfhörer kostenlos mitgeliefert.

Was mich am E-Book Reader TrekStor 3.0 begeistert ist neben dem unschlagbaren Preis die vielseitige Nutzbarkeit. Nicht nur entspanntes Lesen mit einer variabel einstellbaren Schriftgröße, mich reizt die MP3-Funktion. Hörbuch rein, Kopfhörer auf und entspannt zurücklegen und zuhören. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Reader und kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen.

Und was die eingangs gestellte Frage anbelangt: Buch oder E-Book?

Für mich heißt die Antwort: „Sowohl als auch!“

Bei aller Schwärmerei für mein neues Spielzeug. Einen Haushalt ganz ohne Bücher in den Regalen – Nein!  – Für mich unvorstellbar. Bei mir wird es immer gedruckte Bücher geben, ich bin halt eine unverbesserliche Sammlerin. Die sich auch gern das ein oder andere Buch vom Autor/in signieren lässt. Etwas was auf einem E-Book bisher noch nicht geht.  Dennoch erkenne ich bei mir den Trend bevorzugt E-Books zu kaufen. Vor allem wenn es sehr umfangreiche Werke sind.

Fotos und Text © Catherine Oertel

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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Eine Antwort zu Getestet – E-Book Reader – Teufelswerk oder geniale Technik?

  1. Patricia schreibt:

    Mir ging es genauso. Bücher sind immer noch schön, aber ohne Reader kann ich nicht mehr! Vor allem die verstellbare Schrift – und auch alles andere – herrlich!
    Und da ich auch ebooks schreibe, freue ich mich natürlich über Leser, die auf ebooks umsteigen 🙂

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