Catherine Ingelman-Sundberg – Wir fangen gerade erst an – Roman

Klapptext:

Alles beginnt mit dem Chor in einem trostlosen Altenheim. Das Singen erinnert Märtha, Snille, Kratze, Stina und Anna-Greta an bessere Tage und daran, dass es im Leben noch so viel zu entdecken gibt. Überall sonst ist es besser als hier, sagen sich die fünf Freunde und schmieden einen verwegenen Plan. Sie wollen ein Verbrechen begehen, um ins Gefängnis zu kommen. Denn dass es dort besser ist, das weiß doch jeder. Aber die Planung und Durchführung eines Verbrechens sind gar nicht so einfach – schon gar nicht, wenn man es ehrlich meint. (Quelle: www.weltbild.de)

Meine Rezension:

Amüsant, komisch und unterhaltsam könnte ich  diesen Roman beschreiben und würde ihm damit definitiv nicht gerecht werden, denn bei allem Slapstick, regt dieses Buch gehörig zum Nachdenken an.  Über das Altern und vor allem, das in Würde älter werden. In einer Umgebung in der man sich auch als älterer Mensch wohl und behütet fühlt. „Wir fangen gerade erst an“ ist ein Roman, kein Tatsachenbericht und doch werde ich das Gefühl nicht los, dass in ihm mehr als nur ein kleines Fünkchen Wahrheit steckt.

Den goldenen Herbst des Lebens wollten die fünf Freunde, Märtha, Stina, Kratze, Snille und Anna-Greta, gut versorgt gemeinsam im Seniorenheim verbringen.  Doch von den vielen Versprechen die auf den Hochglanzbroschüren des Seniorenheims angepriesen wurden, blieben in der Realität nicht viele übrig. Statt Essen wie im Restaurant gab es Astronautennahrung aus der Mikrowelle, die Sport- und Freizeitaktivitäten beschränkten sich auf laufende Sendungen im Fernsehen und die allseits beliebten Spaziergänge wurden, von der Heimleitung, auf einmal pro Woche reduziert.

„Sparmaßnahme“ –  hieß das Zauberwort und beinhaltete nicht nur die Rationierung des Kaffees, auf zwei Tassen pro Tag, sondern auch die Streichung der Hefezöpfe zum Nachmittagskaffee. Und als dann auch noch der größte Teil des Personals, sowie der komplette  Weihnachtsbaumschmuck der „Sparmaßnahme“ zum Opfer fielen, da war das Maß endgültig voll. So hatten  Märtha, Snille, Kratze, Stina und Anna-Greta sich ihren Lebensabend nicht vorgestellt.

Verzweifelt überlegten sie, wie sie ihre Lebensumstände verbessern könnten und ausgerechnet eine Dokumentation im Fernsehen über schwedische Gefängnisse, brachte die Seniorengang auf eine wahnwitzige Idee. Sie beschließen ein Verbrechen zu begehen, um ihren Lebensabend in einem Gefängnis verbringen zu können. Mit viel Einfallsreichtum und Witz setzen sie ihren Plan  in die Tat um und bereiten mir als Leser damit ein paar sehr vergnügliche Stunden.

Überhaupt liest sich das Buch wunderbar leicht weg.  Nicht zuletzt durch die durchdachte Arbeit der Autorin welche es gekonnt versteht, den ein oder anderen Fallstrick in ihre Handlung einzubauen, sowie die Geschichte mit trockenem Humor lebendig zu halten.

Fazit:

Unterhaltsame, amüsante Krimikomödie die definitiv Appetit auf mehr macht. Die Seniorengang bei ihren Unternehmungen zu begleiten macht einfach Spaß und gute Laune.  Ein Buch das mir sehr gut gefallen hat und das ich gern weiterempfehle.

Ich vergebe 5 von 5 Sternen

© Catherine Oertel

Advertisements

Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s