Rosemary McLoughlin – Die Frauen von Tyringham Park – Roman

Covertext:

WENN SIE DOWNTON ABBEY MÖGEN, WERDEN SIE DIESEN ROMAN LIEBEN!

Ganz im Süden Irlands befindet sich das prächtige Anwesen von Lord und Lady Blackshaw. Tyringham Park ist ein Ort voller Prunk und Privilegien. Doch ein verhängnisvolles Ereignis im Jahr 1917 zerstört den Frieden des Hauses: Victoria, die jüngste Tochter der Familie, verschwindet spurlos. Wurde sie entführt? Oder gar ermordet? Nicht nur die Blackshaws sind tief getroffen, auch die Dienstboten trauern um das kleine Mädchen. Fortan liegt ein Schatten über Tyringham Park, der das Leben aller verändert, die Victoria gekannt haben. Nur mit der Wahrheit, die schließlich ans Licht kommt, hätte niemand gerechnet … (Quelle: www.luebbe.de)

Meine Rezension:

Selten ist mir eine Rezension so schwer gefallen, denn das Buch ist weder Top noch Flop, es ist irgendetwas dazwischen.

Das sehr ansprechende Cover sowie der Satz: WENN SIE DOWNTON ABBEY MÖGEN, WERDEN SIE DIESEN ROMAN LIEBEN! – ließ mich freudig zu dem Buch greifen, leider wurden meine durch diesen Satz hervorgerufenen Erwartungen nicht erfüllt. Von Klassikern wie „Downton Abby“ ist „Die Frauen von Tyringham Park“,  meines Erachtens, meilenweit entfernt. Bis auf den Schauplatz ein herrschaftliches Anwesen um 1917, Herrschaften und Dienerschaft haben die Romane keine Gemeinsamkeiten.

Der Schreibstiel ist anspruchslos und leicht lesbar, dennoch  habe ich immer wieder Schwierigkeiten mich dem Roman voll und ganz hinzugeben. Durch die wenig bildliche Darstellung und die durchweg unsympathischen Charaktere der Hauptfiguren will das Kopfkino einfach nicht in Gang kommen. Die einzigen zwei sympathischen Nebencharaktere (Wirtschafterin und Köchin) können das nicht ausgleichen. Mir fehlen die Gefühle, die Emotionen die eine Geschichte lebendig werden lassen. Ich habe den Eindruck, ich erfahre  nichts Tiefgreifendes über die einzelnen Figuren. Was empfinden sie, was treibt sie an? Es liest sich fast so, als würde eine dritte, unbeteiligte Person die Geschichte erzählen.  

 Im Verlauf der Erzählung  wird es etwas besser. Die Figuren sind zwar immer noch extrem spartanisch in der Ausarbeitung und in den Emotionen aber wenigstens entwickelt sich der Handlungsstrang weiter, welcher immer mehr zu einem Lebenslauf von Charlotte wird. Die Story bleibt durchweg düster und hoffnungslos, ein Schicksalsschlag folgt dem nächsten.

Zusammenfassend muss ich sagen: In diesem Roman wurden wirklich alle Klischees bedient, die man in so eine Geschichte reinbringen kann, aber sie verhelfen der Story nicht wirklich weiter. Manchmal ist weniger eben doch mehr. Als Leser entgleitet mir das Geschehen, durch die vielen Nebenschauplätze und Zeitsprünge wird es auch nicht einfacher.  Stellenweise wirkt der Verlauf sehr konstruiert und auch unlogisch  was dem Ganzen einen kitschigen Beigeschmack verleiht. Wirklich schade, denn die Grundidee der Story war richtig gut.

Fazit:

Die Story an sich ist nicht schlecht, stellenweise kommt sogar so etwas wie Spannung auf. Dennoch ist das einzige was mich bei der Stange hält die Tatsache, dass ich wissen möchte was damals mit der kleinen Victoria passiert ist.  Kurz nach der ersehnten Auflösung endet der Roman ziemlich abrupt. Viele eingefügte, angeschnittene  Handlungsstränge bleiben einfach offen.  Als Leser bleibe ich mit vielen ungeklärten Fragen zurück, was mich nicht gerade glücklich macht. 

Ich vergebe 3 von 5 Sternen

© Catherine Oertel

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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