Diana Gabaldon – Das Meer der Lügen- Roman

Klapptext: Den Millionen Fans von Diana Gabaldons Highland Saga ist Lord John Grey bestens bekannt: als treuer Freund und geistreicher Briefpartner des Helden Jamie Fraser. Doch auch zwischen seinen Auftritten in der Welt von Jamie und Claire führt der englische Offizier ein faszinierendes Eigenleben!  London, 1757. Soeben aus dem schottischen Zwangsexil zurückgekehrt, wird Lord John mit einem äußerst heiklen Auftrag betraut. Und gerät unversehens in ein gefährliches Netz aus Mord, Intrige, Erpressung – und verzweifelter Liebe.

Meine Rezension: »Das Meer der Lügen« ist der erste Band der Lord John Romane aus der Feder von Diana Gabaldon.  Wie der Titel andeutet, geht es um Lügen und Intrigen in der vornehmen Londoner Gesellschaft um 1757. Wie auch die anderen Lord John Romane fügt sich »Das Meer der Lügen« perfekt in die Highland  Saga ein und füllt die Lücken. Abseits der Geschehnisse in den schottischen Highlands  zeigt Lord John Grey sein volles Potenzial, denn er ist so viel mehr als nur der Offizier seiner Majestät. Er ist ein Familienmensch, ein liebender Sohn, ein Bruder, ein exzellenter Schwertkämpfer, guter Soldat und aufgrund seiner Intelligenz auch ein außergewöhnlicher Ermittler.

Zurück aus dem Exil fällt es ihm zunächst nicht leicht sich in die ausschweifende Londoner Gesellschaft einzufügen. Er muss sich seine Stellung, in den exklusiven Herrenclubs erst wieder erkämpfen.  Zudem obliegt es ihm seinen Bruder, welcher auf einem Einsatz im Ausland weilt, als Familienoberhaupt zu vertreten. Es war Schicksal, dass er etwas sah, was den Verlobten seiner Cousine in Misskredit brachte. Als gutes Familienoberhaupt war es seine Pflicht die Heirat zu verhindern ohne dabei Olivias Ansehen in der Gesellschaft zu verletzen. Nichts läge ihm ferner, als den Anfangsverdacht gegen Olivias Verlobten auszuräumen, und seiner gewohnten Wege zu gehen.  Doch als er dann auch noch von höchst offizieller Seite den Auftrag bekommt verdeckt den Diebstahl wichtiger Dokumente und einen damit einher gehenden ungeklärten Todesfall aufzuklären verstrickt er sich immer weiter in ein Netzt aus Mord und Intrigen.

Ich mag die bildliche und vielschichtige Schreibweise der Autorin sehr. Die witzigen mitunter schlüpfrigen Dialoge welche mich herzhaft lachen lassen und die Geschichte auflockern ohne ihr die Spannung zu nehmen. Fast spielerisch nimmt sie den Leser mit in ausgesuchte exklusive Herrenclubs und das ein oder andere Bordell. Es ist herrlich zu lesen, wie Lord John sich windet um einem Bordellbesuch aus dem Weg zu gehen, sich jedoch im Zuge seiner Ermittlungen der Notwendigkeit beugt. Schließlich geht es um die Ehre seiner Familie und das Glück seiner Cousine Olivia.

»Das Meer der Lügen« ähnelt mehr einem historischen Kriminalroman a la Agatha Christie oder Sir Arthur Conan Doyle, doch gerade das macht für mich den besonderen Reiz der Lord John Romane aus. Tatsächlich nimmt die Figur des Lord John Grey hier die Züge eines Sherlock Holms an. Er entwickelt sich zum exzellenten Ermittler welcher mit Intelligenz und Witz selbst den  winzigsten Spuren folgt die ihn dem Täter und damit der Lösung des Falls  näher bringen. Ich bin sehr gern mit Lord John auf Mörderjagd gegangen. Im Vergleich mit den folgenden Lord John Romanen ist dies meiner Meinung nach der schwächste Band, aber das tut dem Lesegenuss keinen Abbruch.

Fazit: Atmosphärischer Wohlfühlkrimi – charmant und äußerst unterhaltsam. Ein spannender Roman mit liebenswert, sympathischen Figuren, schlagfertig, witzigen Dialogen und einer fesselnden Geschichte. Klare Leseempfehlung von mir.

4 von 5 Sterne

Eure Catherine

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Produktinformation

Diana Gabaldon – Das Meer der Lügen- Roman

Taschenbuch: 480 Seiten

Verlag: Blanvalet Mai 2005

ISBN: 978-3-442-36264-6

Preis: 8,95 €

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Über Autorin-Catherine-Oertel

Autorin , Leseratte , Schottlandfan , Familienmensch , liebe Blumen , Bücher , Musik, Filme und gutes Essen !
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