Abbi W. Reed – Chasing Home – Mit dir allein – Roman

Klapptext: Als Lincoln Hall erfährt, dass sein Vater, den er seit zwanzig Jahren nicht gesehen hat, gestorben ist, überlegt er nicht lange, sondern packt seine Sachen und fährt los. Mitten in der Nacht erreicht er die Farm seines Vaters und staunt nicht schlecht, als ein attraktiver Unbekannter ihn wenig herzlich begrüßt. Chase ist ruppig, übellaunig und verdammt sexy – und sein Stiefbruder…

Meine Rezension: Lincoln, Großstädter, erfolgreicher Thriller-Autor und aufsteigender Stern in der Weltmetropole New York trifft in der Provinz von Iowa auf den sexy Naturburschen Chase.

Der flüssige und bildliche Schreibstiel trägt ebenso dazu bei, dass man sich in der Geschichte von Abbi W. Reed wohlfühlt, als auch der Humor. Die kleinen Plänkeleien zwischen Chase und Lincoln lockern das doch eher düstere Thema Tod, Beerdigung, Erbschaft etc. auf und bringen mich das ein und andere Mal zum Schmunzeln.

Durch die »Ich« Erzählform erfährt man als Leser einiges über Lincoln, Chase Gefühlswelt hingegen bleibt einem weitestgehend verborgen. Das finde ich sehr schade. Die Geschichte würde diesbezüglich so viel mehr hergeben.

Stellenweise sind die Passagen sehr lebensnah geschrieben aber leider ohne jeglichen Tiefgang. Ein paar Informationen, Emotionen und Gefühle mehr hätten der Story sicher gutgetan und alles etwas mehr abgerundet. Gerade zum Ende hin geht alles Hopplahopp.

Die erotischen Szenen zwischen Lincoln und Chase wurden sehr ansprechend und sinnlich beschrieben. Es sind diese Szenen und die Faszination des Unbekannten die Frau reizen weiterzulesen.

Alles in allem ist Abbi W. Reeds „Chasing Home – Mit dir allein“ eine nett erzählte Geschichte die mir durchaus angenehme Lesestunden beschert hat,  aber dennoch nicht 100-prozentig überzeugen konnte.

Fazit: „Chasing Home – Mit dir allein“– wer ein Buch zum kurzen Zeitvertrieb  sucht ist hier genau richtig. Das kleine Schmankerl für zwischendurch, aus dem Gay-Romance-Genre, wartet mit einem flüssigen, bildlichen Schreibstiel und sinnlich, erotischen Liebesszenen auf.

Für mich 3,5 Sterne die ich auf 4 aufrunde.

© Catherine Oertel

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Nadine Mutas – Dämonische Begierde: Ein Roman von Blut und Magie – Fantasie

Kurzbeschreibung: Er wird ihr zeigen, dass die Dunkle Seite mehr zu bieten hat als nur Kekse…

Ein Angriff mit mysteriöser Schwarzer Magie verwandelt die Hexe Lily Murray in genau das, was sie ihr Leben lang bekämpft hat — einen Dämon. Während sie mit ihren neuen dunklen Instinkten hadert und verzweifelt versucht, ihre Angehörigen nicht zu töten, erhält sie unabsichtlich einen Beschützer in einem Dämon ihrer Spezies. Er hilft ihr nur zu gern und zeigt ihr, wo es lang geht. Er ist auch eindeutig zu umwerfend für ihren Geschmack.

Alek Kuznetsov hat endlich die perfekte Gefährtin gefunden: wunderschön, klug, lustig, und natürlich von seiner Spezies der Pranagraha-Dämonen. Das einzige Problem: Sie will sich wieder in eine Hexe zurückverwandeln, und wenn sie das tut, kann er sie nicht als seine Gefährtin nehmen. Die Lösung: Während er anbietet, ihr dabei zu helfen, einen Umkehrzauber zu finden, macht er sich in Wirklichkeit daran, sie davon zu überzeugen, dass es sich nicht nur wegen der Kekse lohnt auf der Dunklen Seite zu bleiben. (Quelle: amazon.de)

Meine Rezension: Ich bin ein typischer „Das Auge isst mit“ Buchkäufer. Das Cover zu „Dämonische Begierde“ weckte sofort mein Interesse. Es ist sehr sinnlich und zusammen mit dem Titel versprach es unterhaltsame, heiße Lesestunden.

Obwohl ich den ersten Band nicht gelesen habe, bin ich gut in die Geschichte hereingekommen. Ich mag die kleine Hexe Lily. Sie ist mir sehr sympathisch. Außerdem mag ich die Art wie sie die Dinge angeht. Sie ist taff, beißt sich durch, gibt nicht so schnell auf, hat aber dennoch eine verletzliche Seite.  Auch Alek der heiße Dämon mit Familienambitionen macht es einem leicht ihn zu mögen.

Die Mischung aus flotten Sprüchen und dämonischer Verliebtheit macht Spaß und liest sich gut weg. Mir haben Lily und Alek ein entspanntes Lesewohlfühlwochenende beschert.

Fazit:  Kurzweilige, unterhaltsame Lektüre. Genau das richtige für kalte Wintertage.

5 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Jean-Christophe Grangé – Purpurne Rache – Thriller

20161215_140137_llsa-2Klapptext: Grégoire Morvan, Familienpatriarch und graue Eminenz des französischen Innenministeriums, blickt auf eine rumreiche Karriere zurück. Nicht zuletzt auf die Siebzigerjahre, als er in Zaire den „Nagelmann“ stellte,  jenen berüchtigten Killer, der einem bestialischen Ritual folgend neun Menschen ermordete. Als auf dem Gelände einer Militärschule in der Bretange ein junger Rekrut tot aufgefunden wird,  dessen grausame Entstellung dem Modus operandi des „Nagelmannes“  ähnelt, führt Morvans Sohn als Polizeikommissar die Ermittlungen. Und Grégoire Morvan  muss sich schon bald einer Vergangenheit stellen, die offenbar niemals aufgehört hat, nach Blut zu dürsten …

Meine Rezension:

Schönes Cover, es zog sofort meinen Blick auf sich noch bevor ich wusste wer der Autor war. Durch das schwarz/weiß Motiv wirkt es schlicht, die rote Schrift ist ein guter Kontrast. Die Maske und der auffliegende Vogel machen es mystisch und verweisen zudem auf die Schauplätze in Afrika.

Abgesehen vom Prolog, das waren mir einfach zu viele Namen und Personen auf der Beerdigung, bin ich gut in das Buch hereingekommen. Ich fand von Kapitel zu Kapitel wurde die Geschichte interessanter und schließlich konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Zu Staub wirst du werden – Dieser Abschnitt ist hart.  Zu lesen wie und was der Mörder mit seinen Opfern anstellt ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Der bildliche Schreibstiel setzt das Kopfkino in Gang, die eigene Fantasy macht das übrige und schon sind wir in einem grausigen, blutigen Szenarium, dass einem beim Lesen das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Jean-Christophe Grangé ist wahrlich ein Meister im Versteckspiel. Auf der Suche nach dem Mörder führt er den Leser wie kein zweiter in die Irre. Immer wenn ich denke jetzt bin ich dem Killer auf der Spur, da belehrt mich der Autor eines Besseren. Ich liebe diese unerwarteten Wendungen die mich bis zur letzten Seite auf Trab halten und all meine Spekulationen über den Haufen werfen.

Fazit: Jean-Christophe Grangé in Höchstform. Mit „Purpurne Rache“ schuf der Autor eine anspruchsvolle Lektüre in welcher der Leser exzellent in die Irre geführt wird. Lebendig, vielschichtig und absolut fesselnd geschrieben. Hier kommen auch hartgesottene Thriller-Fans voll auf ihre Kosten.

5 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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J.R. Ward – Bourbon Kings – Roman

Klapptext: Seit Generationen geben die Bradfords in Kentucky den Ton an. Der Handel mit Bourbon hat der Familiendynastie großen Reichtum und viel Anerkennung eingebracht. Doch hinter der glänzenden Fassade verbergen sich verbotene Liebschaften, skrupellose Machtspiele, Verrat, Intrigen und skandalöse Geheimnisse… (Quelle: http://www.lesejury.de)

Meine Rezension: So da sind wir also: „Bourbon Kings“ eine Südstaaten-Familiensaga von J.R. Ward.  Erwartungsvoll aber auch skeptisch halte ich den Roman in Händen. Bisher kenne ich von der Autorin nur die Vampir-Reihe um die Black Dagger- Bruderschaft und von der bin ich begeistert. Wie wird es mit einem Roman der mit dem übersinnlichen, mit Vampiren und anderen Wesen so gar nichts zu tun hat?

Nun, ich wurde von der Autorin nicht enttäuscht – 525 Seiten waren im nu durchgelesen und ich will mehr.  Ja! Dieses Buch  ist genau mein Fall: Toller Schreibstil, schöne Geschichte, interessante Figuren.

Nicht nur Lane Bradford hat alle Hände voll zu tun, auch der Leser wird rasant auf Trab gehalten. Klar bleiben am Ende einige Fragen offen, aber dafür gibt es  Band 2, der laut Verlag am  28.Juni 2017 erscheinen soll. Ich freue mich mehr von den „Bourbon Kings“ zu lesen.

Fazit:  „Bourbon Kings“ rasant, überraschend und spannend bis zur letzten Seite. Dieser Roman hat alles was wir Frauen lieben. Eine tolle Liebesgeschichte, Leidenschaft vom feinsten, Familiengeheimnisse, ein paar Morde, skrupellose Intrigen und jede Menge Verdächtige.

Gelungener Auftakt zu einer Südstaaten-Familiensaga den  ich gern weiterempfehle.

5 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Frohe Weihnachten und ein gesundes Neues Jahr

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Sternenglitter, Lichterglanz, ein Hauch von Zimt und Zucker, Tannenduft zieht durch das Haus, stimmt ein uns auf den Weihnachtsschmaus.

Das Jahr, es klingt nun langsam aus und auch das Feuerwerk ist nicht mehr weit, drum wünsche ich Euch für nächstes Jahr viel Freude und Zufriedenheit.

Liebe Leserinnen und Leser, Autorenkolleginnen und Kollegen, Freunde, Verwandte und Bekannte ich wünsche Euch besinnliche Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2017.

Eure Catherine

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J.R. Ward – Krieger im Schatten: Black Dagger 27 – Fantasie

Klapptext: In der legendären Bruderschaft der BLACK DAGGER ist nichts, wie es einmal war. Um den Krieg gegen die Schatten zu verhindern, mussten alte Allianzen gelöst und neue geschlossen werden. Doch nun sind die Gegner der Vampire gefährlicher denn je. Während sich die BLACK DAGGER zum Kampf rüsten, ahnen sie nicht, dass ein Krieger aus ihrer Mitte mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat: Rhage. Und plötzlich ist seine leidenschaftliche und tiefe Liebe zu Mary in Gefahr …

Meine Rezension: Es ist unglaublich wir sind bei Band 27 des Black Dagger-Universums angekommen und ich bin immer noch mit Begeisterung dabei. Anrührend, emotional und leidenschaftlich wird in „Krieger im Schatten“ die Liebesgeschichte um Rhage und Mary fortgeführt. In ihr Leben hat sich der Alltag eingeschlichen. Mary arbeitet in dem neu eingerichteten Frauenhaus und Rhage ist fest in der Bruderschaft eingebunden. Ihre eigenen Wünsche und Sehnsüchte schlummern tief in ihrem Inneren,  bis sie sich plötzlich einen Weg an die Oberfläche ihres Bewusstseins bahnen und damit alles Bisherige in Frage stellen.  Werden Mary und Rhage ihre Beziehung retten können? Um die Spannung nicht zu zerstören werde ich es Euch natürlich nicht verraten. Desweiteren geht es in diesem Band um Männerfreundschaften,  grenzenloses Vertrauen, Prophezeiungen und gefährliche Kämpfe.

Fazit: Fesselnde, unterhaltsame Vampirreihe um die Bruderschaft der Black Dagger.  Wer einmal den Brüdern verfallen ist, kommt um Band 27 nicht herum. Es bleibt weiterhin spannend und ich freue mich auf Band 28.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

© Catherine Oertel

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Poettgen, Anne – Mord am Kirchberg – Kriminalroman

Klapptext:

Was würden Sie tun, wenn eine Nachbarin vor Ihrer Tür verunglückt wäre und Sie dächten, dass es kein Unfall war, sondern Mord? Ruth Bergmann, eine computerversessene und cabriofahrende Seniorin, beginnt vorsichtig Informationen zu sammeln. Was in ihrem Umfeld, der Seniorenresidenz Am Kirchberg, besonderer Diskretion bedarf. Hinter den glänzenden Kulissen schimmert manches auf, das besser verborgen bliebe.

 

Meine Rezension:

Anne Poettgens  Roman „Mord am Kirchberg“ punktet durch seine sympathische Hauptfigur, sowie den leisen feinen Humor, der mich das ein und andere Mal schmunzeln lässt. Kostprobe gefällig? (Zitat: …mit ihrem halben Daimler, dem Smart, hatte sie keine Probleme einen Parkplatz zu finden.) Und schon habe ich wieder ein Lächeln auf den Lippen.

Stellenweise erinnert mich die Hauptfigur, Ruth Bergmann, an eine fortschrittliche Miss Marple. Betagt an Jahren, mit einer Lebensweisheit die nur das Alter mit sich bringt, dennoch technisch up to date und voll im Trend der Zeit.   Mutig schwimmt Ruth gegen den Strom. Sammelt Beweise und bespitzelt ihre Nachbarn, doch war der Tod ihrer Nachbarin wirklich ein Mord? Ich werde es euch nicht verraten…

Fazit: „Mord am Kirchberg“ ist ein Roman für Liebhaber klassischer Krimis. Kurzweilig, solide und spannend geschrieben, mit einer liebevoll gezeichneten Hauptfigur. Ich mag die Geschichte und würde jederzeit wieder mit Ruth Bergmann auf Mörderjagd gehen.

5 Sterne

© Catherine Oertel

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Lovelybooks Lesepreis 2016

lp-logo-2016Liebe Leser-/innen,

nicht vergessen, auch in diesem Jahr könnt ihr noch bis 10. November 2016 unter https://www.lovelybooks.de/leserpreis/  eure Lieblingsbücher des Jahres (Bücher die zwischen dem 1. November 2015 und dem 31. Oktober 2016 erstmalig in Deutschland erschienen sind),  zum Lovelybooks Lesepreis 2016 nominieren.

Der Lesepreis wird insgesamt in 14 Kategorien verliehen: Romane, Krimi und Thriller, Fantasy und Science Fiction, Jugendbücher, Kinderbücher, Liebesromane, Erotische Romane, Historische Romane, Humor, Sachbuch und Ratgeber, bestes Hörbuch, bestes E-Book Only sowie bester Buchtitel und bestes Buchcover.

In der Zeit vom 14. bis 22. November 2016 stehen dann die beliebtesten 35 Titel für den „DER LESERPREIS“  in Gold, Silber und Bronze zur Abstimmung bereit.

Ihr dürft also fleißig für eure Lieblingsbücher Voten bis schließlich am 24. November 2016 LovelyBooks.de die Preisträger bekannt gegeben werden.

Ich wünsch euch viel Spaß!

Eure Catherine

PS: Vielleicht findet ja auch das ein oder andere Buch von mir seinen Weg auf diese Liste… (kleiner Wink mit dem Zaunpfahl: Gerry & Cate – Zurück zu Dir und Gerry & Cate – Schatten der Vergangenheit) Ich würde mich sehr darüber freuen.

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(Bildmaterial: https://www.lovelybooks.de/leserpreis/)

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Frankfurter Buchmesse 2016 – Impressionen in Bild und Word

 

Ich hatte mir viel vorgenommen und wie immer nicht einmal ein Drittel meiner Liste abgearbeitet. Aber das ist okay, denn dafür habe ich viele nette und interessante Menschen kennengelernt. Wie die Wiener-Autorin Mira Morton, die sich mit ihrem charmanten österreichischen Deutsch und ihrer sympathischen Art in mein Herz schlich.

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Überdies hatte ich tolle Begegnungen mit den Autorinnen Peggy Biczysko, Anne Poettgen, Andrea Froh und Vanessa Demirel-Weimar.

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Frankfurter Buchmesse 2016 – Der BoD-Workshop „Der Autor als Marke“ mit der Erfolgs-Autorin Mira Morton, Thorsten Simon und Max Hänecke als Coachs war sehr interessant und informativ. Vielen Dank dafür!

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So schnell geht das, eben freut man sich noch auf die Buchmesse und schon ist sie wieder vorbei.

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Herzliche Grüße

Catherine

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Seck, Katharina – Die Silberne Königin – Roman

Klapptext:

Silberglanz ist eine beschauliche Stadt in einer winterlichen Welt. Doch die Schönheit der von glitzerndem Schnee bedeckten Landschaft ist trügerisch. Seit Jahrzehnten ist das Land im ewigen Winter gefangen, es droht unter den Schneemassen zu ersticken. Alles ändert sich, als die 24-jährige Emma in die Chocolaterie von Madame Weltfremd kommt und diese ihr ein Märchen erzählt, das Märchen der silbernen Königin. Denn darin verborgen liegt die Wahrheit – über den Winterfluch, über den kaltherzigen König und über Emma selbst – (Quelle: www.lesejury.de)

Meine Rezension:

Madame Weltfremd erzählt in ihrer Chocolaterie Geschichten aus fernen Ländern, von Helden und Tyrannen, von Blumen und Sonnenschein. In einer eisigen Welt, in der die meisten Menschen tagein, tagaus in den Silberminen arbeiten, eine willkommene Abwechslung. Dennoch nicht ganz ungefährlich. Deshalb finden die Treffen nur im Verborgenen statt. Die Geschichten sind gefährlich, denn jene Menschen die den Geschichten Glauben schenken, verschwinden aus dem Dorf und niemand hat je wieder von ihnen gehört. Als Emma nach einem Unfall in den Silbermienen sich bei Madam Weltfremd auf die freie Stelle in ihrer Chocolaterie bewirbt ändert sich ihr Leben grundlegend. Abend für Abend lauscht sie den Geschichten die Madame Weltfremd erzählt und plötzlich geschieht es, sie sieht Gestalten in den Schatten, die sonst niemand zu sehen scheint. Gestalten… die keine Fußspuren hinterlassen und ihr eine Heidenangst machen.

Mein Erster Gedanke beim Lesen war: Was für eine wundervolle Geschichte! Das Wintermärchen „Die silberne Königin“ von Katharina Seck besticht durch eine schöne bildliche Erzählweise. Während meine Augen über die Zeilen fliegen scheinen die Kälte, der knirschende Schnee und die tanzenden Flocken fast greifbar zu werden. Ich lasse mich von Frau Weltfremd und ihren Geschichten verzaubern und begleite Emma sowie die silberne Königin durch die eisigen Landschaften von Glanzvoll und Silberglanz. Während ich immer mehr Appetit auf heiße Schokolade, Glühwein und Weihnachtsplätzchen bekomme. Gut, dass Weihnachten nicht mehr weit ist.

Einmal in die fantasievolle Geschichte eingetaucht liest der Roman sich leicht weg. Gekonnt werden die Handlungsstränge der Geschichten, also der eigentlichen Geschichte, als auch der Geschichte in der Geschichte, miteinander verwoben.  Dadurch bleibt es stets interessant und fesselnd.

Schade, dass zum Ende hin der schöne bildliche Erzählstiel etwas verlorengeht. Die noch offenen Handlungsstränge werden in kurzen Abschnitten abgehandelt. Mehr wie eine Aufzählung. Das Schicksal von liebgewonnenen Figuren, die einem ans Herz gewachsenen sind, bleibt Streckenweise im Dunkeln.  Trotz Happy End  fühle ich mich entzaubert und aus der Stimmung herausgerissen.  Wo ist er hin der rieselnde Schnee, die Flocken die vom Himmel zur Erde tanzen, die Eiskristalle am Fenster, die an filigrane Kunstwerke erinnern, die duftende Schokolade, deren Geschmack auf der Zunge zergeht und ein wohliges Gefühl in meinem Inneren auslösen? Einem für meinen Geschmack etwas zu abrupten Ende zum Opfer gefallen. Das ist aber auch der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe.

Fazit:

„Die silberne Königin“ ist ein märchenhaft, spannend erzählter Roman für Jung und Alt. Ein Buch wie geschaffen für die kalte Jahreszeit. Legt es euren Lieben unter den Weihnachtsbaum und lasst euch gemeinsam verzaubern.

 

Ich vergebe 4 von 5 Sternen

© Catherine Oertel

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