Rosengelee

 

Hallo meine lieben Blogleser und Leserinnen,

wie ihr vielleicht wisst, liebe ich Rosen. Um mir den wundervollen Duft für den Winter zu bewahren mache ich gern Rosengelee. Etwas Gelee auf dem Frühstücksbrötchen und der Tag ist gerettet, denn  Rosengelee ist ein kleiner Glücklich-Macher. Auch als Mitbringsel unter Freunden und Verwandten ist es immer gern gesehen.  Und da die immer alle gern mein Rezept haben möchten, dachte ich, ich könnte das Rezept auch mit euch teilen.

Für die Zubereitung eignen sich nur stark duftende ungespritzte Rosen. Zum Beispiel Englische Rosen wie die beliebte „Gertrude Jekyll“ oder „Strawberry Hill“, sowie Damaszener-Rosen wie „Ispahan“. Für mein Rosengelee habe ich die Blüten der Rose „Brother Cadfael“ verwendet. Natürlich kann man auch ein Potpourri  aus verschiedenen Duftrosen verwenden. Ich empfehle grundsätzlich die Ernte aus dem eigenen Garten. Kommt bitte nicht auf die Idee die Blüten einfach so am Straßenrand oder gar auf Parkplätzen zu pflücken. Zum einen ist die Umweltbelastung viel zu hoch und außerdem könnt ihr nicht wissen, ob die Rosen gespritzt sind.

Die Rosen immer an trockenen Tagen und möglichst in voller Blüte ernten. Die Blütenblätter werden vor der Zubereitung nicht gewaschen.

Zutaten:

Rosenblütenblätter *

1 l Apfelsaft

750 ml Wasser oder Rosewein

2 Zitronen

1 kg Gelierzucker 2:1

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* = 1 Messbecher (1Liter) Rosenblütenblätter locker nicht hineingequetscht oder 7 – 8 Hände voll.

Zubereitung:

Bitte seht euch jedes Rosenblatt wenn ihr es von der Blüte abzupft gut an, es sollen schließlich keine kleinen Käfer oder Ohrlitzen mit ins Gelee. Nur die Rosenblütenblätter.

 

Ist der Messbecher locker gefüllt gebt ihr die Blütenblätter  in einen Topf und gießt 1 Liter Apfelsaft darüber. (Habt ihr keinen Apfelsaft im Haus tut es auch einfaches Wasser.) Diese Mischung mit einem Deckel abgedeckt über Nacht ziehen lassen.  Am nächsten Tag die Mischung unter Rühren kurz aufkochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Die Blütenblätter abseihen. (Je feiner euer Sieb ist desto besser.)  Den Sud fange ich im Messbecher auf, die Blütenblätter brauchen wir nun nicht mehr sie können entsorgt werden.

Den Sud mit 750 ml Wasser oder Rosewein, dem Saft von 2 Zitronen und 1 kg Gelierzucker 2:1 zurück in den Topf geben und vermischen. Unter Rühren erhitzen und ca. 4 Minuten köcheln lassen. (Geliertest auf einem Teller machen.) Heiß in die vorbereiteten Schraubgläser füllen und sofort verschließen. Vorsicht ist sehr heiß!

Die Gläser auf dem Deckel, auf einem Geschirrtuch abstellen und mit einem zweiten Geschirrtuch abdecken. Nach 10 Minuten dreht ihr die Gläser wieder um, so dass sie auf dem Boden stehen. Zugedeckt abkühlen lassen.

Natürlich könnt ihr das Rezept an eure Bedürfnisse und Geschmäcker anpassen. Probiert einfach verschiedene Varianten aus und was am besten Schmeckt wird sicher das neue Familienrezept. Ich setze mein Rosengelee immer mit Apfelsaft an und füge später 750 ml Wasser hinzu, meine Familie mag das Gelee nicht mit Rosewein. Wie gesagt das ist reine Geschmackssache.

Ich wünsch euch viel Spaß beim Essen und zubereiten des Rosengelees!

Liebe Grüße

Eure Catherine

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Pierre Martin – Madame le Commissaire und die tote Nonne: Ein Provence-Krimi

Klapptext: Vom Rand einer steil abfallenden Klippe, wo man eigentlich unter hohen Aleppo-Kiefern wunderbar den Sonnenuntergang genießen könnte, bietet sich Isabelle Bonnet ein alles andere als idyllischer Anblick: Unten auf dem Felsen liegt eine Leiche, unverkennbar in Ordenstracht gewandet.

Madame le Commissaire misstraut der ersten Schlussfolgerung ihrer Kollegen, die Nonne sei abgestürzt – und behält recht. Sie nimmt ihre Ermittlungen auf, die sie zu einem einsamen, aber malerisch gelegenen Kloster im Massif des Maures führen. Bald hat sie mehr als einen Verdächtigen. Doch wer würde schon so weit gehen, eine Nonne zu ermorden?

 

Meine Rezension:   Madame le Commissaire und die tote Nonne, konnte mich nicht von sich überzeugen. Ja…, auch das kommt ab und an vor.  Manchmal braucht man einfach nur einen zweiten Anlauf um mit den Protagonisten warm zu werden, doch auch nach einer dritten und vierten Chance wollte sich der ersehnte Effekt – sich in der Geschichte zu verlieren und die Welt um sich herum zu vergessen –  nicht einstellen. Am Ende nervt mich Madame nur noch.

Die Handlung  ansich ist nicht schlecht, aber auch nicht wirklich neu. Die Geschichte wirkt wie ein konstruierter Abklatsch englischer Krimis, hier nur in die Provence verlegt. Die langatmige und vorhersehbare Handlung  baut kaum Spannung auf und konnte mich daher auch nicht fesseln. Fast scheint es so, als würde Madame bewusst in die falsche Richtung ermitteln, nur um Seiten zu füllen. Die Morde werden letztendlich aufgeklärt, aber das Ende ist dennoch für mich nicht befriedigend, da… (Achtung Spoiler!) …es auf einem OP-Tisch endet und  ich nicht erfahre was aus Madame wird.  

Fazit: Madame le Commissaire und die tote Nonne, konnte mich nicht von sich überzeugen. Meiner Meinung nach bestenfalls interessant für Fans, welche ihre Provence-Krimi-Reihe vervollständigen möchten.  Aber bildet euch gern selbst eine Meinung. Von mir gibt es dafür nur ein: »Kann man lesen, muss man aber nicht!«

2 von 5 Sterne

Eure Catherine

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Unbezahlte Werbung!  Vielen Dank an den KNAUR – Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar!

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Frances Brody – Mord nach Strich und Faden – Kate Shackleton ermittelt

Klapptext: Kate Shackleton liebt Rätsel. Und dank ihres wachen Verstands hat die junge Kriegswitwe noch jedes gelöst. Als eine Bekannte sie bittet, dem mysteriösen Verschwinden ihres Vaters auf den Grund zu gehen, sagt Kate sofort zu. Ihre Nachforschungen führen sie nach Bridgestead, ein idyllisches Dörfchen in Yorkshire, wo der Verschwundene eine Weberei leitete. Als Kate den Dorfbewohnern auf den Zahn fühlt, wird sie den Eindruck nicht los, dass hier etwas ganz gehörig faul ist: Wieso scheint niemand zu wollen, dass sie den Fall löst? Was verbergen die Dörfler? Auf der Suche nach Antworten gerät Kate ins Visier einer Person, die über Leichen geht, damit die Wahrheit nicht ans Licht kommt.

Meine Rezension: England in den zwanziger Jahren. Die 31-jährige Witwe, Kate Shackleton, verbringt, ganz zum Leidwesen ihrer Mutter, ihre Zeit lieber mit der Suche nach Vermissten Soldaten, als sich einen neuen Ehemann zu suchen. Denn entgegen der Meinung ihrer Mutter glaubt Kate nicht an den Tod ihres Mannes Gerard. Nach fünf Jahren ist sie immer noch davon überzeugt, dass er nur vermisst wird und hofft ihn eines Tages wiederzusehen. Schließlich sind in den Wirren des Krieges viele Menschen verloren gegangen. Vielleicht ist es gerade diese Last die sie verbissen vorantreibt anderen zu helfen ihre verloren oder tot geglaubten  Angehörigen aufzuspüren. Sie ist gut darin Rätsel zu lösen und die Erfolge geben ihr Recht in ihrem Tun fortzufahren, daher sagt sie fast sofort zu, als eine Bekannte sie bittet ihren verschwundenen Vater wiederzufinden.

Der Kriegswitwe Kate stellt die Autorin einen ehemaligen Polizisten zur Seite. Jim Sykes ehemaliger Sicherheitsmann einer Schuhfirma, bei der sich zu viele Stiefel allein auf den Weg machten, war für den Polizeidienst etwas zu kreativ, ist aber ein hervorragender Ermittler und schlüpft mit Freude in verschiedene Undercover-Rollen. Einmal ist er ein Bikiniverkäufer, ein andermal ein einfacher Arbeiter.

Der Roman „Mord nach Strich und Faden“ ließ sich sehr angenehm lesen. Der Schreibstil ist leicht, dennoch spannend. Ich mag den trockenen englischen Humor der ab und an durchblitzt. Kate ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Zusammen mit  Sykes bilden sie ein verdammt gutes Ermittlerteam. Ich muss zugeben, dass Kate anfangs Sykes gegenüber etwas zickig war.  Ich denke diese Ecken und Kanten Kates sind der Situation geschuldet. Schließlich muss sie selbst sich erst in ihre Rolle als Ermittlerin und Arbeitgeberin finden. Kate wächst mit ihren Aufgaben. Sie ist clever und lernt im Laufe der Geschichte die Hilfe von Sykes anzunehmen.

Alles in allem hat mir der Roman sehr gut gefallen. Die Geschichte ist in sich stimmig, nicht vorhersehbar und  in malerisch englischer Landschaft angesiedelt. Das macht Spaß und gute Laune. Prima weiter so!  Ich freue mich auf zukünftige Abenteuer mit Kate Shackleton.

Fazit: Lesenswerter, unterhaltsamer, englischer Krimi a la Miss Mapel.  Ideal für Neueinsteiger die in dieses Genre reinschnuppern möchten, ohne schlaflose Nächte befürchten zu müssen,  auch als Reise- und/oder Sommerlektüre empfehlenswert.

Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.

Eure Catherine

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unbezahlte Werbung / Vielen Dank an Bastei Lübbe  für das Manuskript/(Vorab-) Leseexemplar!

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Bianca Iosivoni – Soul Mates – Ruf der Dunkelheit – Fantasy

Klapptext:

ER SIEHT DAS DUNKLE IN IHRER SCHÖNHEIT.

SIE SIEHT DAS SCHÖNE IN SEINER DUNKELHEIT.

ZWEI SEELEN – FÜR IMMER VERBUNDEN.

DOCH IM KAMPF ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN BEDEUTET IHRE LIEBE DEN TOD.

Rayne und Colt sind Seelenpartner – und ihre Liebe bringt sie in größte Gefahr. Denn Lauren, die Anführerin der Dunkelseelen, hat Rayne auf ihre Seite gezogen und versucht auf jede erdenkliche Weise, ihren Willen zu brechen. Doch Colt kämpft weiterhin für die Lichtseelen und würde alles dafür tun, um Rayne zurückzugewinnen.

Meine Rezension:  Endlich halte ich ihn in Händen, den zweiten Band der Soul Mates – Reihe  „Ruf der Dunkelheit“. Wir erinnern uns „Flüstern des Lichts“  endete mit  einem ganz fiesen Cliffhanger, denn Rayne wurde von den Dunkelseelen entführt.  Der zweite Band „Ruf der Dunkelheit“ schließt nahtlos an den ersten Teil an und vervollständigt die Geschichte. Der angenehme Schreibstil und die gut ausgearbeiteten Charaktere ließen mich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Es war so spannend und mitreißend, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Vor allem als Colt und Rayne sich plötzlich als Gegner gegenüberstehen. Ich fieberte mit und ließ mich von den überraschenden Wendungen  mitreißen.

Für mich ist mit: „Ruf der Dunkelheit“  der Autorin eine sehr schöne, bemerkenswerte Fortsetzung der Soul Mates Reihe gelungen. Ich fühlte mich in der Geschichte bestens aufgehoben.  Konnte mit Rayne und Colt mitfiebern, ließ mich bereitwillig in ihre Welt entführen und kämpfte an ihren Seiten gegen die Mächte der Dunkelseelen.

Das Cover passt optisch sehr gut zum ersten Band. Dasselbe Pärchen ziert das Titelbild doch diesmal ist die Farbgebung der Dunkelheit angepasst. Die Silber- und dunklen Grautöne erinnern an eine kalte Mondnacht. Nebeneinander gestellt sehen beide Romane sehr edel aus.

Fazit: Sehr schönes gelungenes Finale der Soul Mates – Reihe. Spannend, fesselnd, emotional und sehr, sehr lesenswert! Die gefühlvolle Mischung aus Fantasy, Action und Romantik mixt sich zu einem unterhaltsamen Jugendbuch zusammen. Mir hat es großen Spaß gemacht das Buch zu lesen und deshalb möchte ich es euch wärmstens ans Herz legen.

5 von 5 Sterne

Eure Catherine

Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars möchte ich mich recht herzlich bei Lovelybooks und dem Ravensburger-Buchverlag bedanken!

 

Produktinformation

Taschenbuch: 416 Seiten

Preis:  14.00 Euro

Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 1 (18. April 2018)

ISBN: 978-3-473-58520-5

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J. R. Ward – Black Dagger Legacy 3 – Zorn des Geliebten – Fantasy

Klapptext: Peyton, Sohn des Peythone, hat alles, was sich ein Vampir nur wünschen kann: Er stammt aus einer ebenso angesehenen wie reichen Adelsfamilie, er sieht unverschämt gut aus und die Frauen liegen ihm reihenweise zu Füßen. Bis auf eine: Novo, die schöne Vampirin,  die zusammen mit Peyton von der Bruderschaft der BLACK DAGGER für den Kampf gegen die Lesser ausgebildet wird. Sie hat den Körper einer Göttin und das Herz einer Kriegerin – und für einen verwöhnten Schnösel wie Peyton hat sie eigentlich gar nichts übrig. Trotzdem beginnen die beiden so ungleichen Vampire eine stürmische Affäre miteinander – nur Sex, keine Gefühle, wie sie einander immer wieder versichern. Als Novo im Einsatz gegen die Feinde der Bruderschaft schwer verletzt wird, merkt Peyton, dass er der Vampirin bereits mit Haut und Haaren verfallen ist. Doch Novo vertraut ihm nicht, und zum ersten Mal in seinem Leben muss Peyton um etwas kämpfen: die Liebe seiner Traumfrau…

Meine Rezension: Ich bin begeistert! Der dritte Band der Legacy Reihe – Zorn des Geliebten wurde von mir sehnsüchtig erwartet und steht, meiner Meinung nach, den Vorgängerbänden der Spin-off Reihe in nichts nach. Super Schreibstil, gleichbleibend hoher Spannungsbogen, prickelnde Erotik alles genauso wie man es von der Autorin gewohnt ist. Von der Ersten bis zur Letzen Seite fesselnd, ergreifend, emotional. Ich hatte beim Lesen sofort die Bilder vor Augen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die zwei parallel verlaufenden Liebesgeschichten sind einfach herzzerreißend schön und haben mich auf eine Achterbahn der Emotionen mitgenommen. Ja ihr lest richtig, es stehen gleich zwei Liebespaare im Focus der Geschichte, aber keine Sorge ich werde euch die Spannung nicht verderben indem ich euch verrate um wen es neben Peyton und Nova noch geht.

Eine Fortsetzung der Legacy Reihe wird es hoffentlich bald geben. Im Januar und März 2019 erscheinen erst einmal Band 31 und 32 der Black Dagger – Reihe auf die ich mich schon sehr freue.

Fazit: Besser geht’s nicht! Erotisch, sinnlich, voller Leidenschaft und Gefühl. Ich liebe diese süchtig machende Romanreihe und empfehle euch deshalb: Lesen, Lesen, Lesen…. Für Black Dagger Fans nach wie vor ein absolutes Muss.

5 von 5 Sterne

Eure Catherine

 

Produktinformation

Taschenbuch: 512 Seiten

Verlag: Heyne Verlag (11. Juni 2018)

ISBN-13: 978-3453319172

9,99 Euro

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Kerrigan Byrne – Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz – Roman

Klapptext: Farah Mackenzie will sich nie wieder an einen Mann binden. Zu schmerzhaft ist die Erinnerung an ihre erste Liebe Dougan. Als sie jedoch dem berüchtigten Verbrecher Dorian Blackwell begegnet, gerät ihr Leben erneut aus den Fugen. Blackwell entführt Farah nach Schottland – angeblich zu ihrem Schutz. Doch jeder Moment, den sie mit dem scheinbar so eiskalten Mann verbringt, führt sie zu einer Wahrheit, die ihr erneut das Herz zu brechen droht –

Meine Rezension: »Victorian Rebels«  ist eines der Bücher auf dessen Erscheinungstermin ich voller Vorfreude gewartet habe. Dabei hatte ich bis dato noch nicht einen einzigen Roman der Autorin, Kerrigan Byrne, gelesen. Die Coverabbildung und der Klapptext suggerierten mir, dass dieses Buch hervorragend in mein Beuteschema passt. Ich sag nur: Schottland, Highlands, Liebesroman mit dem gewissen Extra an Liebe, Lust und Leidenschaft. Ausnahmslos Schlüsselwörter die Frau aufhorchen lassen. Aber letztendlich war es das wunderschöne Cover, das mich vom ersten Moment an verzaubert hat. Es wirkt edel und geheimnisvoll. Der dunkle Hintergrund mit den goldenen Rosenranken und dem Buchstaben R in dieser schönen alten Schrift ließen mein romantisches Herz sofort höher schlagen.

Nach so viel Vorfreude lag die Latte natürlich sehr hoch und ich kann voller Freude berichten, dass ich nicht enttäuscht wurde. Das Buch ist romantisch, traurig und herzzerreißend zugleich, voller Liebe und Gefühl. Ein richtig schöner Liebesroman zum Schwelgen und mitleiden. Bereits der Einstieg in die Geschichte nahm mich voll gefangen. Argyll, 1855 in den schottischen Highlands.  Ich liebe Schottland, diese wild-romantische Landschaft so einmalig schön, dass es mich immer wieder dorthin zieht. Die Autorin versteht es nicht nur mit ihrer Erzählweise eine einzigartige Stimmung für den Leser zu erschaffen, sondern auch ihn mit ihrer bildlich, fesselnden Schreibweise an diese Orte zu versetzen. Während meine Augen gebannt über die Zeilen huschen ist es, als könnte ich das Meer riechen, die Gischt auf meiner Haut spüren und das Salz auf meinen Lippen schmecken. Ich sehe wie die Freundschaft zwischen  Farah und Dougan wächst und versuche gemeinsam mit ihnen dem Schrecken des Applecross Waisenhauses  zu entkommen.

Die Geschichte erzählt sich 17 Jahre später im Victorianischen London weiter. Farah ist zur Frau erblüht, doch ihr Herz trauert immer noch um ihre verlorene Jugendliebe Dougan bis sie auf den geheimnisvollen und berüchtigten Dorian Blackwell trifft. Viele Mythen und Legenden ranken sich um den schottischen Lebemann. Er ist das schwarze Herz von Ben More. Niemand kennt seine Beweggründe, aber er regiert die Londoner Unterwelt mit eisiger Faust, skrupel- und kompromisslos, aber dennoch, zum Leidwesen von Scotland Yard, legal. Er ist bekannt für seinen zügellosen Lebenswandel, für seine Damenbekanntschaften und seine verruchten Geschäfte. Und er ist definitiv kein Mann für Farah. Dennoch fühlt sie sich zu ihm hingezogen und auch sie scheint sein kaltes Herz zu berühren oder ist sie für ihn nur ein Zeitvertreib? Eine weitere Eroberung, eine Beute die man Jagd, welche jedoch ihren Reiz verliert, sobald man sie gefangen hat? Was davon zutrifft dürft ihr gern selbst herausfinden.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Geschichte ist mitreißend, packend, voller Gefühl und fesselnder Leidenschaft. Die Figuren sind sehr gut herausgearbeitet. Sie beweisen Stärke zeigen aber auch Schwächen. Ich kann mit ihnen mitfühlen, mitleiden und mitfiebern.  Liebe und Zuversicht treffen auf  grenzenlose Zerrissenheit. Ich mag diese Gegensätze, sie machen die Geschichte lebendig und immer wieder aufs Neue interessant.

Fazit: Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz hat die Feuerprobe mit Bravour bestanden und sich den Titel »Lieblingsbuch« redlich verdient. Die Handlung des Romans passt wunderbar in die wild romantische und melancholische Landschaft der schottischen  Highlands. Die Charaktere der Figuren sind gut herausgearbeitet der Schreibstil ist fesselnd, packend mit einer Prise prickelnder Erotik.

Daumen hoch für diesen äußerst gelungenen Auftakt zur Victorian Rebels – Reihe. Ich bin begeistert und in freudiger Erwartung auf das Erscheinen der Folgebände, die ich natürlich auch alle lesen werde. Klare Leseempfehlung von mir!

5 von 5 Sterne

Eure Catherine

 

Produktinformation

Kerrigan Byrne – Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz – Roman

Broschiert: 416 Seiten

Verlag: LYX – 1. Aufl. 2018

Preis: 12,90 Euro

ISBN: 978-3-736-30694-3

 

Victorian Rebels – Mein schwarzes Herz (Band 1)

Victorian Rebels – Ein Herz voll dunkler Schatten (Band 2) Erscheint 28.09.2018

Victorian Rebels – Dunkler Herzen Schwur (Band 3) Erscheint 31.01.2019

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Bücherpost einmal anders

Guten Abend ihr lieben Bücherwürmchen,

gestern brachte der Postbote wieder einmal Bücherpost für mich. Ihr alle kennt die braunen null-acht-fünfzehn Faltschächtelchen in denen die Bücher normalerweise sicher verpackt sind. Doch heute bekam ich, zu meiner großen Freude, vom LYX-Verlag eine süße kleine Bücherbox zum Roman »Vicious Love« zugeschickt.

Vorsichtig öffnete ich das Päckchen.

Als erstes sprang mir das schwarze Organza-Schmuckbeutelchen ins Auge. Gefüllt mit Scherben, die zusammengesetzt den Spruch ergaben, welcher die Rückseite des Romans ziert.

Was für eine originelle Idee. Ich bin am Überlegen, ob ich die „Scherben“ zusammen mit Spiegelfolie in einen Bilderrahmen stecke. Das sieht bestimmt cool aus.

Darunter lag der Roman »Vicious Love« von L. J. Shen. Er war in schwarzes Seidenpapier gehüllt. Es raschelte leise als ich es vorsichtig auspackte. Seidenpapier hat eindeutig etwas Verruchtes an sich. Also sehr passend zum Inhalt des Romans, den ich allen empfehle die sexy, sinnlich, fesselnde Liebesromane lieben. Das Cover, mit einer dunklen Rauchwolke auf weißem Grund, ist eher schlicht gehalten. Optisch gefällt mir das Buch sehr gut. Inhaltlich auch! Klapptext und meine Rezension zum Buch findet ihr hier.

Ich habe mich riesig über das Päckchen gefreut und bedanke mich für die gelungene Überraschung.
Vielen herzlichen Dank an die #Lesejury und den #lyx-verlag!

Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Woche!

Eure Catherine

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L.J. Shen – Vicious Love – Roman

 Klapptext: Emilia LeBlanc traut ihren Augen nicht, als sie nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder Baron „Vicious“ Spencer gegenübersteht. Vicious, der ihr das Leben einst zur Hölle gemacht hat. Vicious, der nie nett, immer furchtbar zu ihr war. Vicious, der sie ans andere Ende der USA und weg von ihrer Familie getrieben hat. Vicious, der einzige Mann, den sie je geliebt hat.

Inzwischen ist er ein erfolgreicher Anwalt und leitet mit seinen drei besten Freunden ein Multi-Milliarden-Dollar-Unternehmen. Emilia, die es kaum schafft, sich und ihre kranke Schwester über die Runden zu bringen, weiß, dass Vicious der letzte Mann ist, den sie jetzt in ihrem Leben gebrauchen kann. Und doch kann sie sich wie damals schon einfach nicht von ihm fernhalten –

Meine Rezension:  „Vicious Love“ von L. J. Shen – Bis dato kannte ich keine Romane der Autorin. Aufmerksam wurde ich auf das Buch, durch das außergewöhnliche Cover. Eine dunkle Rauchwolke auf weißem Grund. Es machte mich neugierig und ich griff nach dem Buch, weil es nicht das für einen erotischen Liebesroman sonst so typische Liebespaar auf dem Covert trug. Das machte es zu etwas besonderem, etwas das sich lohnte genauer unter die Lupe genommen zu werden.

Der Klapptext heizte meine Neugier weiter an und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Schon jetzt steht für mich fest, dass ich der Autorin treu bleiben und auch die Folgebände dieser Reihe lesen werde.

Der Schreibstil ist flüssig und gefällt, auch die verschiedenen Blickwinkel aus denen die Kapitel geschrieben wurden mag ich sehr. Ich liebe es, wenn ich in die Köpfe der Figuren sehen kann und sie ihre Gefühle und Gedanken mit mir teilen. Auch das berühmte Kopfkino kommt sofort in Gang, die Geschichte ist rund und überzeugt. Ich liebe  Em’s Witz und Vic’s Sturheit.

Zitat: Em zu Vic: »Geh weg Vicious. Du bist wie ein Welpe, der darum bettelt, dass ich ihm ein Zuhause gebe. Nur deutlich weniger niedlich.«

Emilia ist mir  auf Anhieb sympathisch. Einerseits steht sie mit beiden Beinen im Leben und weiß was sie will, andererseits ist sie manchmal ein bisschen naiv und einfach zu gut für diese Welt. Ihre Liebe zu Vicious ist exzeptionell, er zieht sie an wie das Licht die Motte.

Vic ist ein sehr komplexer Charakter. Er ist nicht nur der typische Bad Boy, das Kind reicher Eltern das alles bekommt was es will. Er ist so viel mehr. Er hat einiges durchmachen müssen, das tiefe Spuren auf seiner Seele hinterlassen hat. Er ist ein Getriebener, den allein der Gedanke an Rache und Vergeltung den nächsten Tag überstehen lassen. Als er Emilia begegnet ist sie wie ein gleißendes Licht das seine Dunkelheit durchbricht.

Wenn wundert es da, dass Vicious  Emilia vom ersten Tag an verfallen ist? Weil er ihr nicht zeigen kann, wie sehr er sie liebt, wählt er statt dessen den Weg – Was sich neckt, dass liebt sich. – Dumm nur, dass alle außer Emilia bemerken was zwischen ihnen läuft.  Da Em ihm nicht die erwartete Aufmerksamkeit zukommen lässt, beschließt er sie aus seinem Leben zu verbannen. Zehn Jahre hatte das wunderbar funktioniert, doch dann trafen sie zufällig aufeinander und die Gefühle die er einst für sie empfand flackerten von neuem auf. Er glaubte er hätte das Feuer das in ihm brannte unter Kontrolle, er glaubte er könnte mit Emilia spielen, er könnte sie benutzen und dann wegwerfen wie einen alten Schuh, doch er hatte seine Rechnung ohne die Liebe gemacht.

Neben dem Haupterzählstrang gibt es immer wieder interessante Rückblicke in Vic‘s und Em’s Vergangenheit. Das macht die Geschichte noch farbiger, noch lebendiger, denn ihr gemeinsames Leben entblättert sich nach und nach für den Leser, bis alle Geheimnisse offenbart und das Happy End erreicht ist.

Band 2 „Twisted Love“ erscheint am 27.07.2018. Ich freue mich schon sehr darauf ihn zu lesen.

Fazit: Gelungener Auftakt zur neuen Sinners of Saint Reihe. Schöner Schreibstil, interessante, komplexe Charaktere. Für alle die sinnlich, spannend, sexy Liebesgeschichten lieben.  Ich fühlte mich bestens unterhalten, deshalb klare Leseempfehlung von mir!

4 von 5 Sterne

Eure Catherine

Produktinformation

Broschiert: 448 Seiten

Verlag: LYX – 1. Aufl. 2018

ISBN: 978-3-736-30686-8

Preis: 12,90 Euro

 

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Andy Weir – Artemis – Hörbuch

Klapptext: Jazz Bashara ist kriminell. Zumindest ein bisschen. Schließlich ist das Leben in Artemis, der ersten und einzigen Stadt auf dem Mond, verdammt teuer und, wenn man kein Millionär ist, verdammt ungemütlich. Also tut Jazz, was getan werden muss: Sie schmuggelt Zigaretten und andere auf dem Mond verbotene Luxusgüter für ihre reiche Kundschaft. Als sich ihr eines Tages die Chance auf einen ebenso lukrativen wie illegalen Auftrag bietet, greift Jazz zu. Doch die Sache geht schief, und dann wird auch noch ihr Auftraggeber ermordet. Plötzlich steckt Jazz mitten drin in einer tödlichen Verschwörung, in der nichts Geringeres auf dem Spiel steht als das Schicksal von Artemis selbst.

Meine Rezension: “Artemis” von Andy Weir – Ich sah das Cover, las den Klapptext und war Feuer und Flamme.  Eine Stadt auf dem Mond, eine Verschwörung und mitten drin eine junge Frau die „ein bisschen“ kriminell ist. Ja… das ist der Stoff aus dem Träume gemacht werden. Der Mond, so nah und doch so fern, aber immer faszinierend. Eine Geschichte die auf dem Mond spielt,  da jubelt der kleine Nerd in mir und das Science Fiction Gen schnurrt zufrieden: „Gib mir mehr!“ Und so begann ich voller Spannung zu hören.

Die Stimme der Vorleserin,  Gabrielle Pietermann, ist sehr angenehm und passend zur Protagonisten gewählt, auch die Stimme des männlichen Parts, Marius Clarèn, gefällt mir sehr gut. Zum Einstieg erfahre ich einiges über das Leben auf dem Mond. Die Mondstadt ist sehr gut beschrieben, so dass ich mir die einzelnen Orte gut vorstellen kann. Jazz ist mir sehr sympathisch, ich kann mich gut in sie hineinversetzen und ich finde ihr Leben auf dem Mond echt faszinierend. In ihr HBI (ich hoffe es heißt wirklich so und ich habe mich nicht verhört) habe ich mich spontan verliebt. Das kleine ferngesteuerte Spielzeug hat sich sehr bildlich in meinem Kopf festgesetzt und ich sehe genau vor mir, wie es sich an Leitungen hochhangelt, Schleusen öffnet, durch Türen schlüpft und sie anschließend wieder verschließt. Das ist echt cool und ich könnte wetten, dass der ein oder andere Leser/Hörer so ein Teil gut in seinem Alltag gebrauchen könnte.

Neben dem fesselnden Schreibstil gefällt mir besonders die Situationskomik und der Humor, welcher hier und da aufblitzt und dem Zukunftsthriller eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Es gibt da ein paar Szenen über die ich mich köstlich amüsiert habe. Auch die Geschichte selbst gefällt mir richtig gut. Sie  ist spannend und fesselnd, wartet mit ein paar unvorhersehbaren Wendungen auf und erzählt actiongeladen aber nicht zu utopisch Jazz Versuch ihren Platz im Universum zu finden. Ob es ihr gelingt, werde ich natürlich nicht verraten.

Da ich in physikalischen Belangen sowie Raumfahrt/Mechanik nicht sehr bewandert bin, erschienen mir die technischen Details mitunter etwas zu viel, auch wenn der Autor sich sehr große Mühe gegeben hat  diese dem Leser/Hörer näherzubringen. Vielleicht tut man sich beim Lesen da leichter als beim Hören, weil man einfach zurückblättern kann, wenn man etwas nicht gleich verstanden hat.

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen und ich bedanke mich noch einmal recht herzlich bei #Lovelybooks „Sound der Bücher“ und #RandomHouse für das schöne Gewinnspiel.

Fazit: Unterhaltsam, spannend, fesselnder Zukunftsthriller. Die Reise zum Mond hat sich für mich gelohnt und wird sicher jeden SF-Fan begeistern. Sollte das Buch verfilmt werden, wird es bestimmt ein Blockbuster.

4 von 5 Sterne

Eure Catherine

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Brian Lee Durfee – Mond des Vergessens – Fantasy

Klapptext:

Es gibt viele Götter und viele Herren, doch bald wird es nur noch einen geben. Einen, dem Königinnen und Könige die Füße waschen werden.

Unter den Göttern ist Streit entbrannt und zwingt den Menschen einen fürchterlichen Krieg auf. Über das Meer kommen die fanatischen Anhänger des verstoßenen Gottessohnes Raijael, um die Gläubigen der alten Laijons-Religion zu unterwerfen. Irgendwo in den Landen hält sich der Waisenjunge Nail versteckt. Auf ihm ruht die heimliche Hoffnung derer, die das Land retten wollen.

Von immer schlimmeren Wahnvorstellungen besessen, regiert Jovan, der älteste Sohn des gefallenen Königs, über Gul Kana. Verzweifelt versuchen seine Schwestern Jondralyn und Tala, die tyrannische Herrschaft zu beenden. Kann das Königreich die Bedrohung durch die näher rückende Armee, die alles bislang Dagewesene an Grausamkeit übertrifft, überstehen? Kann es sich gegen die neue Religion Raijaels behaupten? Und hat das Schicksal des jungen Nail etwas mit einer uralten Prophezeiung zu tun? Mit seinen Freunden, die ihn begleiten, gerät er in immer größere Gefahr.

Meine Rezension: Beginnen wir mit dem Cover, welches in meinen Augen wunderschön und ein echter Hingucker ist. Beim Betrachten schlägt mein kleines Herz unweigerlich schneller. Es strahlt so eine Kraft und Lebendigkeit aus, gleichzeitig ist es aber auch geheimnisvoll und mystisch. Der Ritter im Vordergrund könnte Beschützer aber auch Angreifer sein. Die Farbwahl ist perfekt, der bedeckte Himmel mit der Burg im Hintergrund wirkt dunkel und bedrohlich dazu als Kontrast der blutrote Umhang des Ritters der durchs Bild flattert, als hätte ihn gerade eben eine Windböe erwischt. Das Pferd trabt vor Kraft strotzend, unbeeindruckt über die brennende Erde, den Kopf stolz erhoben, mit Augen und Nüstern die Feuer zu speien scheinen.  Ich habe mich spontan in dieses Cover verliebt und nachdem ich den Roman gelesen habe kann ich sagen, es passt perfekt zur Geschichte.

Der Roman „Der Mond des Vergessens“ ist keine leichte Lektüre, der Leser muss sich nicht nur auf die Geschichte einlassen, er muss auch beim Lesen konzentriert bleiben um die vielen Charaktere und Nebencharaktere die sich in den fünf Landen tummeln in die richtigen Schubladen einzuordnen. Die von Brian Lee Durfee geschaffene Welt ist sehr komplex. Es gibt nicht nur fünf Inseln sondern auch fünf Kriegerengel, dazu (wenn ich mich nicht verzählt habe) elf Haupt- und Nebenschauplätze, unter anderem Königshöfe mit sehr vielen Charakteren die alle beschrieben und vorgestellt sowie in die Geschichte verwoben werden wollen.  Was mitunter sehr anstrengt und mich mehrmals Zurückblättern lässt, damit ich im Geiste die Figur an den ihr gebührenden Platz einsortieren kann. Wie gesagt, es ist keine leichte Kost, doch hat man erst einmal Blut geleckt, gibt man das Buch nicht mehr aus der Hand. Zumindest erging es mir so. Es war spannend und fesselnd, ich kann gar nicht glauben, dass ich tatsächlich 888 Seiten gelesen habe. Ja…, es ist viel passiert und doch habe ich das Gefühl noch ganz am Anfang der Geschichte zu stehen. Es ist ein bisschen wie beim Hobbit oder Herr der Ringe, die Gefährten haben sich gefunden und begeben sich nun auf ihre Reise voller Abenteuer, Irrungen und  Wirrungen.

Der Autor hat es geschafft mit seinen bildlichen Worten eine vielschichtige fantastische Welt zu erschaffen. Ich bin schon sehr gespannt hinter die vielen Geheimnisse und Prophezeiungen zu kommen, die die einzelnen Charaktere noch vor mir und ihren Mitstreitern verbergen.  Am liebsten würde ich euch aus dem Inhalt des Buches einiges vorschwärmen, damit ihr gemeinsam mit mir in das  mittelalterliche Setting eintauchen könnt, aber damit würde ich einfach zu viel verraten. Außerdem ist es so vielschichtig und  bezaubernd, dass ich das gar nicht hinbekäme. Nur so viel, es gibt Kämpfe mit Bogen und Schwert, Mann gegen Mann, doch nicht immer ehrenhaft. Grausame menschenverachtende Szenen, Verstümmelungen, Mord, Intrigen, Liebe und Hass, Treue und Verrat. Mitunter weiß ich nicht mehr, wer gut oder wer böse ist oder ob ich auf der richtigen Seite stehe. Die  unerwarteten Wendungen bringen mich das ein und andere Mal ins Grübeln. Man kann niemandem trauen, oder doch? Ich werde es euch nicht verraten.   Jedenfalls hatte ich einen mordsspaß beim Lesen des Buches und kann es guten Gewissens jedem Fantasiefan ans Herz legen. Persönlich freue ich mich bereits auf die Folgebände.

Im Anhang des Romans findet sich neben einer Karte der „Fünf Inseln“ sehr interessantes Infomaterial zu den Monden, den Königshäusern, den Schriften und Waffen Laijons.

Fazit: Gelungener, solider Auftakt zu einem neuen Fantasieabenteuer. Die Mischung aus Tolkin und G.R.R. Martin gefällt und macht Appetit auf mehr.  Ich freue mich auf den zweiten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird. Für Leser die sich in mittelalterlichen Fantasiewelten wohlfühlen.

4 von 5 Sterne

Eure Catherine

Produktinformation

Brian Lee Durfee – Mond des Vergessens

Gebundene Ausgabe: 888 Seiten

Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 1. (10. März 2018)

ISBN-13: 978-3608961416

Preis: 25,00 €

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