Bücherpost vom Ullstein Buchverlag

Das meine allerliebste Postbotin mir Bücherpost bringt, ist ja nichts Neues mehr. Aber diese Bücherpost muss ich euch einfach zeigen, denn neben dem Roman  „Liebe findet uns“ von J. P. Monninger erwartete mich noch eine kleine Überraschung.

Ich öffnete das Päckchen und hervor kam zu meiner großen Überraschung ein weiteres Paket, welches in ein im Buch-Cover-Design (schwarz mit gold) bedrucktes  Geschenkpapier eingewickelt war.

Freudige Erwartung ergriff Besitz von mir, am liebsten hätte ich das Papier aufgerissen um an den Inhalt zu kommen, aber es sah so schön und edel aus, dass ich es ganz vorsichtig öffnete um es nicht zu beschädigen.

 

Als ich  die goldenen Klebepads entfernt hatte und das Papier öffnete erhaschte ich einen Blick auf den Inhalt.  Endlich  hielt ich das Buch inclusive Lesezeichen in Händen und ein weiteres kleines Päckchen, diesmal in goldenes Geschenkpapier verpackt.

Die Spannung stieg …  Neugierig packte ich weiter aus und fühlte mich dabei ein bissel wie zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Was mochte wohl in dem goldenen Päckchen sein?

 

Tara …

Ist das nicht eine schöne Überraschung? Lippenstift in einem wunderschönen altrosa Farbton, Nagellack mit Goldschimmer und Mascara.  Ich bin hin und weg.

Ich freue mich riesig und bedanke mich für die gelungene Überraschung.

Danke … Danke … Danke …!

Vielen herzlichen Dank!

 

© Catherine Oertel

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Kathryn Taylor – Wildblumensommer – Roman

Klapptext: Ein unvergesslicher Sommer in Cornwall

Zoe steht vor einer schweren Entscheidung: Eine hochriskante OP soll ihr Leben retten. Spontan beschließt sie noch einmal nach Cornwall zurückzukehren, denn dort erlebte sie vor vierzehn Jahren ihr größtes Glück – und ihren schlimmsten Albtraum. Nun endlich will sie die Geheimnisse jenes Sommers klären. Erneut trifft sie auf ihre große Liebe Jack, erneut schöpft sie Hoffnung auf ein Leben an seiner Seite. Aber die Schatten der Vergangenheit drohen auch ihre Zukunft zu zerstören …

Große Gefühle vor traumhafter Kulisse – der neue Roman von Spiegel-Bestsellerautorin Kathryn Taylor

Meine Rezension:  „Wildblumen Sommer“ von Kathryn Taylor ist viel mehr als nur ein Liebesroman. Es ist ein Buch, das mich als Leser rundum glücklich und zufrieden macht. Traumhafte Landschaften, sympathische Figuren, ein ungeklärter Todesfall, Familiengeheimnisse, gleich zwei romantische Liebesgeschichten und ein Happy End. Was will man mehr?

Ich schlage den Buchdeckel auf, lese die ersten Zeilen, versinke in der Geschichte und will gar nicht mehr aufhören zu lesen. Kathryn Taylor schafft es mal wieder mich mit ihrem bildlichen Schreibstil in ihren Bann zu ziehen. Die Geschichte erzählt sich flüssig, lässt sich sehr angenehm lesen und setzt das Kopfkino perfekt in Gang. Ich bin sofort mittendrin im wunderschönen Cornwall. Das weckt viele schöne Urlaubserinnerungen in mir, es ist als würde ich wieder an den Klippen stehen und auf das Meer hinausschauen -Urlaubsfeeling pur.

Zudem machen es einem die sympathischen Hauptfiguren leicht sich in der Geschichte zu verlieren.  Neben der unglücklichen Liebesgeschichte von Zoe und Jack, weiß auch der zweite Handlungsstrang mit Rose und Simon in London den Leser zu fesseln.

Was mir besonders an diesem Roman gefällt ist die dramatische Komponente. Wie kam Zoes Bruder Chris wirklich ums Leben? War es ein Mord? Ein Unfall oder gar Selbstmord? – Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Roman und verleiht ihm einen mystisch-kriminalistischen Touch.

Mir hat das Buch super gefallen, deshalb möchte ich eine kleine Warnung an alle Leser die keine notorischen Nachteulen sind herausgeben: Achtung! Kathryn Taylor’s Roman „Wildblumen Sommer“ ist nicht nur fesselnd und spannend, sondern auch ein echter Schlafräuber. Also … Wecker stellen nicht vergessen!

Fazit: Wunderschöner Roman  über die Macht der Liebe, voller Gefühl, Leidenschaft und atemberaubender Spannung.   Empfehlung von mir: Lesen … Lesen …. Lesen …  und verzaubern lassen.

5 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Klaus-Peter Wolf – Totenstille im Watt – Roman

Klapptext: Sie lieben Ostfriesland, das Watt und das Meer? Sie lieben Rupert, Ann Kathrin Klaasen und die anderen aus Klaus-Peter Wolfs Ostfriesland-Kosmos? Dann lernen Sie noch jemanden kennen: Dr. Bernhard Sommerfeldt. Der neue Roman von Mega-Bestsellerautor Klaus-Peter Wolf. Er ist der Arzt in Norddeich, dem die Menschen vertrauen. Ein Doktor aus Leidenschaft. Er behandelt seine Patienten umfassend. Kümmert sich rührend nicht nur um ihre Wunden, sondern nimmt sich auch ihrer alltäglichen Sorgen an. Hört ihnen zu. Entsorgt auch schon mal einen brutalen Ehemann. Verleiht Geld, das er nicht hat. Keiner weiß, dass er ein Mann mit Vergangenheit ist. Einer anderen Vergangenheit, als manche sich das vorstellen. Der jetzt mit neuer Identität ein neues Leben lebt. Wer ist dieser Dr. Sommerfeldt?

Meine Rezension: Wer ist Dr. Sommerfeldt? Eine gute Frage. Für mich stellt er sich so dar: Dr. Sommerfeldt ist sympathisch, dynamisch, umweltbewusst, ein Frauenversteher und Beschützer. Mit anderen Worten der Traum aller Schwiegermütter, wäre da nicht seine dunkle Seite. Er ist der Wolf im Schafspelz, der nette Nachbar mit dem tödlichen Hobby.

Die Geschichte erzählt sich flüssig und lässt sich sehr angenehm lesen. Ich liebe Klaus-Peter Wolf’s  bildliche Beschreibungen der ostfriesischen Landschaft.  Beim Lesen kommt es mir vor, als könnte ich das Meer riechen, ich spaziere über den Strand, während der Wind mein Haar zerzaust, fühle den Schlick unter meinen nackten Fußsohlen, atme die salzige Meeresluft ein und genieße die friedliche Stille im Watt.  Es ist fast wie ein kleiner Urlaub, doch kehren wir zur eigentlichen Geschichte zurück.

Ich mag den Doktor und die Art wie er die Welt sieht. Die humorvoll eingeflochtenen Wahrheiten des Doc‘s haben mich das ein und andere Mal zum Schmunzeln gebracht. Er ist nicht nur ein Doc dem die Patienten vertrauen, auch seine Angestellten sind mit ihm gut beraten. Zudem ist über sein Leben zu lesen herrlich entspannend. Klaus – Peter Wolf hat mit Dr. Sommerfeldt eine interessante, vielschichtige Roman-Figur geschaffen.  Man kommt nicht umhin den Doc zu mögen. Er ist liebenswert und sympathisch, seine Opfer nicht gerade die nettesten Mitmenschen und ja … man könnte sagen auf seine Weise macht er die Welt ein bisschen besser.

Es kommt wie es kommen muss, der Doc der nur mit den besten Absichten mordet, schießt  im Laufe der Geschichte etwas über das Ziel hinaus. Nach jedem weiteren Mord killt es sich ein wenig leichter. Der Doc wird unvorsichtiger und muss um nicht entdeckt zu werden weitere Morde begehen. Spätestens als die Kollateralschäden zunehmen kippt der Sympathiepegel. Er ist halt doch nur ein Serienkiller, dennoch möchte ich bis zum Schluss nicht, dass er gefasst wird.

Alles in allem hat der Roman mir gut gefallen. Ich mag den Humor und die Figuren. Mit der Ich-Erzählform kann ich mich anfreunden, werde aber nie begeistert davon sein. Die Sichtweise ist mir zu eingeschränkt. Die Geschichte z. B. auch aus Sicht der Kommissarin zu erleben, hätte das Buch, meiner Meinung nach, noch interessanter und spannender gemacht.

Fazit: Humorvoller, amüsanter Krimiauftakt zur neuen Dr. Sommerfeldt-Reihe aus der Feder von Klaus-Peter Wolf. Mir hat der Roman gut gefallen, ich hatte Spaß beim Lesen und fühlte mich gut unterhalten. Dafür gibt es Daumen hoch und  eine klare Leseempfehlung von mir.

4 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Maria Realf – The One – Roman

Klapptext: Ein Herz braucht lange, bis es ein Zuhause findet. Ein bezaubernder und berührender Roman über die größten Entscheidungen des Lebens. Lizzie steht kurz vor der Hochzeit mit dem attraktiven Sportlehrer Josh. Was er nicht weiß: Er ist die zweite große Liebe ihres Lebens. Nach Alex, der Lizzie so übel mitgespielt hat, dass sie nur mit Hilfe ihrer besten Freundin Megan wieder auf die Beine kam. Zehn Jahre ist es her, seit Lizzie zuletzt von Alex gehört hat – und die Vergangenheit ist für sie endgültig abgeschlossen. Aber jetzt, drei Monate vor Lizzies großem Tag, ist Alex wieder da. Er möchte ihr etwas Wichtiges sagen. Lizzie will davon nichts wissen, doch er lässt nicht locker …

Meine Rezension: Eine Frau zwischen zwei Männern. Hin- und hergerissen zwischen vergangenen Gefühlen, die stärker als je zuvor wieder aufflackern und der sicheren gewachsenen Liebe zu ihrem Verlobten, steht Lizzie vor einer schweren Entscheidung. Josh ist der perfekte Mann zum Heiraten, um eine Familie zu gründen und überhaupt. Lizzies Liebe zu ihm ist echt,  die Entscheidung ihr Leben mit ihm zu verbringen nicht vorschnell getroffen.  Mit ihm an ihrer Seite wird sie, mit beiden Beinen auf dem Boden stehend, ein sicheres, behütetes Leben führen.

Doch mit Alex ist die Welt bunter, der Rasen grüner, der Himmel blauer. Alex Kuss bringt Lizzie aus dem Takt. Zehn Jahre nach ihrer Trennung und nur wenige Wochen vor ihrer Hochzeit mit Josh. Alex  ist pure Lebensfreude, er zeigt ihr was es heißt zu fliegen. Ihre Träume zu verwirklichen, das Leben zu genießen.

Wie wird Lizzie sich entscheiden? Heiratet sie Josh oder brennt sie mit Alex durch? – Lest es selbst in „The One“ von Maria Realf.

Durch den angenehmen Schreibstil lässt der Roman sich gut lesen. Das Thema ist nicht neu aber unterhaltsam umgesetzt. Für mich hätten es gern ein paar Gefühle mehr und ein paar Hochzeitsvorbereitungen weniger sein können.  370 Seiten steuern wir auf das große Ereignis zu – lachen und weinen mit Lizzie – doch das Ende kommt dann ziemlich abrupt. Auf knapp elf Seiten werden die Ereignisse der kommenden zwei Jahre zusammengefasst und die Handlungsstränge geschlossen. Es wirkt fast so als würde man eine Liste abhaken: Alex check, Josh check, Lizzie check, Megan check …  Ende. Schade … ich hätte mir ein ausführlicheres Ende gewünscht, vielleicht wäre dann auch bei mir der berühmte Funke übergesprungen.

Fazit: Unterhaltsame  Sommerlektüre. Wer ein Buch zum kurzen Zeitvertrieb sucht ist hier genau richtig.

Für mich 3,5 Sterne die ich auf 4 aufrunde.

© Catherine Oertel

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Joel Dicker – Die Geschichte der Baltimores – Roman

Klapptext: Bis zum Tag der Katastrophe gab es zwei Goldman-Familien. Die Baltimore-Goldmans und die Montclair-Goldmans. Die »Montclairs« sind eine typische Mittelstandsfamilie, kleines Haus im unschicken New Jersey, staatliche Schule für Marcus, den einzigen Sohn. Ganz anders die Goldmans aus Baltimore: Man ist wohlhabend und erfolgreich, der Sohn Hillel hochbegabt, der Adoptivsohn Woody ein Sportass erster Güte. Als Kind ist Marcus hin- und hergerissen zwischen Bewunderung für diese »besseren« Verwandten und Eifersucht auf ihr perfektes Leben. Doch Hillel und Woody sind seine besten Freunde, zu dritt sind sie unschlagbar, zu dritt schwärmen sie für das Nachbarsmädchen Alexandra – bis ihre heile Welt eines Tages für immer zerbricht. Acht Jahre danach beschließt Marcus, inzwischen längst berühmter Schriftsteller, dass es Zeit ist, die Geschichte der Baltimores aufzuschreiben. Aber das Leben ist komplizierter als geahnt, und die »Wahrheit« über ihre Familie scheint viele Gesichter zu haben.

Meine Rezension: Die letzten Seiten des Buches sind gelesen, der Deckel lange zugeklappt und doch lässt mich das Buch nicht los. Die Geschichte hallt in meinem Inneren nach; berührt, wühlt auf, regt zum Nachdenken an, versöhnt und gibt neue Hoffnung.

Joel Dicker führt in seinem Roman eindrucksvoll vor Augen, dass die eigene Wahrnehmung nicht immer der Wahrheit entspricht, oft steckt mehr dahinter als wir erahnen. Die Katastrophen unseres Lebens fordern uns heraus, bringen uns an unsere Grenzen, doch wir geben niemals auf. Liebe, Freundschaft, Hoffnung fangen uns wieder auf.   Das Leben geht weiter! Schaut nach vorne, denn die Vergangenheit kann man nicht ändern. Was geschehen ist, ist geschehen, wir können nur versuchen aus unseren Fehlern zu lernen, die Toten betrauern und das Leben umarmen.

Das Buch ist aus, meine Seele weint, mein Herz blutet – es war … so traurig, so schön, so ergreifend, dass ich kaum die richtigen Worte finden kann.

Den Schreibstil möchte ich als berauschend, temporeich, bildlich, fesselnd beschreiben. Ich mag ihn und kann mich zwischen den Zeilen verlieren während das Kopfkino auf vollen Touren läuft.

Der häufige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit mag anfänglich lästig erscheinen, gibt sich aber nachdem man über die ersten 40 Seiten (okay 30 Seiten ohne Schmutztitel, Impressum etc.) hinweg ist. Danach machte es bum! Die Geschichte zog mich in ihren Bann, ich wurde regelrecht hineingesaugt und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Auf den Spuren der Baltimore-Goldmans tauchte ich tiefer und tiefer in die Geschehnisse ein.

Doch die Familienmitglieder gaben ihre Geheimnisse nicht kampflos preis. Gegenwart und Vergangenheit lagen oft näher zusammen als vermutet. Die wahre Geschichte der Baltimores entblätterte sich nur zaghaft, wie eine aufblühende Rose. Jedes einzelne Blütenblatt war eine kleine Begebenheit und immer wenn es zu Boden fiel gab es ein weiteres Stück Wahrheit preis. Bis zum Schluss nur noch der Blütenkelch vor mir lag, in diesem Fall die wahre Geschichte der Baltimores. Es war unglaublich fesselnd und bereichernd hinter die Kulissen der Goldmans zu blicken.

Natürlich verführt es die beiden Romane von Joel Dicker miteinander zu vergleichen. »Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert« ist ein Thriller und ich habe dieses Buch geliebt, »Die Baltimores« eine Familiensaga aber nicht weniger fesselnd. Beide Romane sind Gehirnjogging für die grauen Zellen, hinter jeder Seite verbergen sich neue Geschichten, neue aufregende Wahrheiten. Und da ich die 511 Seiten der Baltimores an einem Tag plus die halbe Nacht lesend verschlang, kann ich wohl behaupten, dass auch dieser Roman von Joel Dicker mich voll überzeugt hat.

Fazit: Die Familiensaga über Selbstfindung, Freundschaft, Liebe, Intrigen, Eifersucht und Hass ist so berührend und realitätsnah, dass sie einen nicht mehr loslässt. Ich habe gelacht und geweint, ich habe mitgefiebert und geträumt und fühlte mich stets bestens unterhalten. Klare Leseempfehlung von mir für diesen wundervollen Roman!

5 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Kristina Günak – Wer weiß schon wie man Liebe schreibt

Klapptext: Bea Weidemann kann es nicht fassen: Schlimm genug, dass ihr kleiner Verlag in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Aber dass sie nun als Tim Bergmanns persönliche Anstandsdame abgestellt wird und mit ihm den Verlag retten soll, ist einfach zu viel für die junge PR-Referentin. Denn der schwierige Bestseller-Autor lässt sich von nichts und niemandem etwas vorschreiben – und ist genau die Sorte Mann, um die Bea sonst einen weiten Bogen macht. Herzklopfen hin oder her. Doch während sie versucht, das Chaos von Tim – und sich – abzuwenden, merkt sie bald, dass auch die Liebe absolut nichts von ihren Plänen hält –

Meine Rezension: Man sagt: Gegensätze ziehen sich an! Gegensätzlicher als die ordnungsliebende Bea und der dem Chaos verfallene Tim könnten zwei Menschen kaum sein. Wenn man sie dann zusammen auf Lesereise schickt ist das Chaos vorprogrammiert und die  gegenseitige Anziehung auch.

Wer nun glaubt bei »Wer weiß schon wie man Liebe schreibt« handele es sich um einen typisch klischeebehafteten Liebesroman der irrt. Die Geschichte ist interessant, bietet einen Blick hinter die Kulissen des Verlagswesens, zeigt die Höhen und Tiefen auf, die ein Autor bei der Entstehung seines Romans durchlebt und liest sich zudem sehr gut weg. Trotz Liebesgeschichte und Happy End, auf prickelnde Erotikszenen wartet der Leser vergeblich, der Blick hinter die Schlafzimmertür bleibt uns verwehrt.  Die Protagonisten sind mir sympathisch und im Verlauf der Geschichte immer mehr ans Herz gewachsen, einzig die gewählte „Ich“-Erzählform konnte mich nicht überzeugen.  Das Zwischenmenschliche, die Gefühle, die Sehnsüchte kommen meiner Meinung nach einfach zu kurz. Bea ist nicht der schwärmerische Typ, eher aufgeräumt und zurückhaltend da wäre es schön gewesen in Tims Gedanken- und Gefühlswelt einzutauchen um der Beziehung ein wenig mehr tiefe zu geben.

Was das Buch trotzdem zu etwas besonderem macht ist der Humor und die witzigen Szenen zwischen Bea und  Tim. Die kleinen Plänkeleien machen Spaß und bringen mich das ein und andere Mal zum Lachen.  Der flüssige und bildliche Schreibstiel trägt ebenfalls dazu bei, dass man sich als Leser in der Geschichte von Kristina Günak äußerst wohl fühlt.

Fazit: Lesenswerter, chaotisch, witzig, humorvoller Roman. Wer ein Buch zum kurzen Zeitvertrieb  sucht ist hier genau richtig. Das kleine Schmankerl für zwischendurch, wartet mit einem flüssigen, bildlichen Schreibstiel und urkomischen Dialogen auf, die einen garantiert zum Lachen bringen.

4 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Sarina Bowen – True North – Wo auch immer du bist

Klapptext: Sie war die Süße zu meiner Bitterkeit, die Balance, die meinem Leben immer fehlte, und die sinnlichste Versuchung, die ich jemals gekostet habe.

Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job bei Bostons einflussreichster Restaurantkette behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur – und unheimlich attraktiv -, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt, wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach –

Meine Rezension: Wäre der Roman von Sarina Bowen ein Cider würde ich ihn wie folgt beschreiben: »Spritzig, jung, prickelnd, mit einer ausgewogenen Note Humor, im Mittelteil erotisches Knistern und sinnliche Leidenschaft, im Abgang verführerisch lesenswert.«

Mit True North – Wo auch immer du bist, schuf die Autorin einen Liebesroman der in sich stimmig ist und mit allem aufwartet, was ein guter Liebesroman braucht. Sympathische Haupt- und Nebenfiguren, knisternde Leidenschaft, prickelnde Momente, eine schöne, glaubhafte Story die den Rahmen zur Liebesgeschichte liefert, dazu eine Prise Drama und das ganze  eingebettet in eine traumhafte  Landschaft, so dass man als Leser am liebsten die Koffer packen würde um nach Vermont zu reisen.

Zum Schreibstil: Im Allgemeinen bin ich kein Fan der Ich-Perspektive, da sie mir zu einseitig ist. Aber hier wurde die Perspektive auf beide Protagonisten angewendet, so dass ich ohne Einschränkungen in den Genuss komme,  sowohl Audreys als auch Griffins Gedanken- und Gefühlswelt voll auszukosten. Das macht es interessant und ich möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte erzählt sich flüssig und lässt sich sehr angenehm lesen. Die liebevoll beschriebenen Orte, wie die Farm mit ihren Apfelbäumen, dem kleinen Teich, dem Haus der Familie lassen das Kopfkino sofort in Gang kommen. Griffins Familie ist einfach zum Knutschen und die humorvollen Dialoge lassen mich das ein und andere Mal schmunzeln.  Was dazu führt, dass ich mich in der Geschichte sehr wohl fühle.

Fazit: Lesenswert, verführerisch, spritzig, jung, prickelnd, erotisch, sinnlich, leidenschaftlich, humorvoll – alles drin was ein guter Liebesroman braucht. Daumen hoch und klare Leseempfehlung von mir.

5 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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Anton Weste – Nacht über Herathis – Fantasie

Klapptext: Mord. Für ihre „Kunden“ ist das üblicherweise eine einmalige Sache. Für Dorn und Pitt jedoch, zwei der erfahrensten Meuchler von Herathis, das tägliche Brot. Die Routine wird empfindlich gestört, als durch die Gilde der Langen Messer ein neuer Wind weht. Warum steigt die Zahl der Morde so sprunghaft an und welche Rolle spielen der berühmte Feenmarkt und die Magistratswahl dabei? Die beiden Schattenklingen müssen eine Wahl treffen, die sie eigentlich für längst entschieden hielten: Gold oder Moral?

Meine Rezension: »Nacht über Herathis« von Anton Weste fiel mir als erstes durch das ansprechend gestaltete Cover auf. Sowohl die Farbgestaltung, mit den frischen Türkistönen die sich wie ein Netz über den Einband ziehen, als auch das sehr stimmig zur Geschichte gewählte Titelbild weckten, neben dem Klapptext mein Interesse.

Ich war ein vollkommen unbeschriebenes Blatt was Rollenspiele, Splittermond und die Welt von Lorakis betraf, aber die Abenteurerin in mir wollte unbedingt diese fremde Welt voller Magie und fremdartiger Kreaturen entdecken. Sehr hilfreich waren dabei das Glossar und die Dramatis Personae am Ende des Buches. Ein Blick genügte und ich wusste Bescheid über Herathis und seine Bewohner wie Alben, Varge, Feen und Zwerge. Zudem wurde mir der Einstieg durch die schöne bildliche Schreibweise des Autors erleichtert. Man merkt mit wie viel Liebe zum Detail die Schauplätze und Figuren entworfen wurden. Es macht einfach Spaß sich in dieser Fantasiewelt zu bewegen. Ich fühle mich wie ein Kind auf Entdeckungsreise, hinter jeder Ecke lauern neue spannende Abenteuer.  Ich bin begeistert vom Feenmarkt und dem Handel und Wandel dort. Am liebsten würde ich mein Körbchen packen und selbst über den Markt schlendern um an dem Stand, an dem kein Kleidungsstück passt, das ein oder andere anzuprobieren.

Neben der spannenden Handlung  überzeugt der Roman durch interessante,  sympathische Hauptfiguren, die einem schnell ans Herz wachsen. Mir gefällt der Witz und Ideenreichtum in der Geschichte, sowie  die vielen anderen Kuriositäten die mich immer wieder zum Schmunzeln bringen.

Nach 320 Leseseiten, die ich verschlungen habe, sind die Bewohner von Herathis  gerettet, alles löst sich in Wohlgefallen auf und das Beste es bleiben keine offenen Enden. Ich bin eigentlich nur traurig, dass der Roman schon zu Ende ist und würde mich freuen zukünftig mehr von Dorn, Pitt, Eisenhand, den Fadengängern, Vargen und Alben zu lesen.

Fazit:  Witzig, spritzige Dialoge, eine fesselnde Handlung und sympathische Hauptfiguren machen Anton Westes Fantasieabenteuer zu einem puren Lesevergnügen. Da kommen nicht nur eingefleischte Fantasiefans voll auf ihre Kosten. Deshalb klare Kaufempfehlung von mir – abtauchen und die schöne  Geschichte genießen.

5 von 5 Sterne

 

© Catherine Oertel

 

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Liebe Ostergrüße!

Unterm Baum im grünen Gras sitzt ein kleiner Osterhas.

Putzt den Bart und spitzt das Ohr,

macht ein Männchen, guckt hervor.

Springt dann fort mit einem Satz, wie ein kleiner, frecher Spatz.

Schaut jetzt nach, was denn dort sei. Und was ist? Ein Osterei!

(Emanuel Geibel)

Ich wünsche allen meinen treuen Lesern, lieben Autorenkolleginnen und -kollegen, Freunden, Verwandten und Bekannten ein Frohes Osterfest!

Eure Catherine 🐣🐰

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Genevieve Cogman – DIE BIBLIOTHEKARE / Die Flammende Welt – Fantasie

Klapptext: Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, in der es Zugänge zu den unterschiedlichsten Welten – und damit auch zu den seltensten Büchern – gibt. Als Bibliothekarin ist es ihr Job, diese Bücher zu beschaffen. Ihr neuester Auftrag führt sie in eine Welt, die Frankreich zu Revolutionszeiten ähnelt. Ein gefährlicher Ort, um Bücher zu stehlen. Besonders, wenn plötzlich der magische Rückweg in die Bibliothek versperrt ist. Was erst wie ein Zufall erscheint, stellt sich als heimtückischer Angriff heraus. Ein Angriff, der die ganze Bibliothek zerstören könnte –

Meine Rezension: „Die Flammende Welt“ ist der dritte Band der Bibliothekare-Reihe von Genevieve Cogmans,  welcher die Abenteuer der Bibliothekarin Irene Winters und ihres Assistenten Kai erzählt.

Für mich, war es das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Die Geschichte sprach mich an; Bibliotheken, fremde Welten, Drachen, Elfen, Werwölfe und Vampire. Ein Buch, dass jeden Fantasiefan erfreuen dürfte, denn er findet garantiert die ein oder andere Figur mit der er gern auf Leseabenteuerreise geht.  Mich erinnert dieses Buch an einen modernen Jules Verne. Der Fantasie werden keine Grenzen gesetzt, alles scheint möglich. Dazu ist es eine wirklich tolle Geschichte, die den Leser fesselt und sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lässt. Was mir ein bissel zu kurz kommt ist das zwischenmenschliche. Die Gefühle und Emotionen der Figuren. Die Geschichte ist einzig auf Abenteuer und Erledigung der Aufgabe ausgelegt da bleibt kein Platz für Gefühle. Doch gerade die hätten, meines Erachtens, die Figuren für den Leser lebendiger gemacht.  Der Schreibstil ist flüssig, anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dennoch kommt das Kopfkino gut in Gang und am Ende hätte ich gern noch weitergelesen.

Trotz Quereinstieg in diese Reihe habe ich mich in dem Bibliotheken-Universum mit Drachen und Elfen wohlgefühlt. Auch wenn manches schwer verständlich ist, wenn man die Vorgängerbände nicht gelesen hat. Es erscheint dann nicht ganz rund, obwohl es das eigentlich ist. In der Leserunde konnten diese Lücken durch die Mitleser geschlossen werden, die die Vorgängerbände gelesen hatten und die wichtigsten Ereignisse für uns Unwissende zusammenfassten. Das war wirklich sehr hilfreich. Für einen Alleinleser ist es schwer alles zu erfassen oder im rechten Licht zu sehen, wenn der Zusammenhang oder einfach das Hintergrundwissen fehlen. Deshalb mein Tipp: Für den vollen Lesegenuss fangt mit Band 1 an – Ihr werdet es nicht bereuen!

Fazit: Unterhaltsamer Fantasieroman. Wer gern eintaucht in andere Welten, sich zwischen Elfen und Drachen zu Hause fühlt, der wird sich auch in Genevieve Cogmans Universum wohlfühlen.

4 von 5 Sterne

© Catherine Oertel

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